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Krypto Steuern in Deutschland

Alles was du 2026 über die Besteuerung von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen wissen musst — verständlich erklärt.

Steuerreport erstellen mit CoinTracking
Freigrenze

1.000 €

pro Jahr für kurzfristige Gewinne

Haltefrist

1 Jahr

danach komplett steuerfrei

Steuersatz

14–45 %

persönlicher Einkommensteuersatz

Methode

FIFO

First In, First Out

Formular

Anlage SO

Sonstige Einkünfte

Krypto und Steuern: So funktioniert es

In Deutschland werden Kryptowährungen steuerlich als private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG behandelt. Das bedeutet: Verkaufst du Bitcoin, Ethereum oder andere Coins mit Gewinn innerhalb eines Jahres, wird dieser mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert.

Die gute Nachricht: Hältst du deine Coins länger als 12 Monate, sind die Gewinne komplett steuerfrei — egal wie hoch sie ausfallen. Zusätzlich gibt es eine jährliche Freigrenze von 1.000 Euro für kurzfristige Gewinne (seit 2024).

Klingt einfach, wird aber bei DeFi, Staking, Airdrops und Token-Swaps schnell komplex. In unseren Detail-Guides erklären wir jeden Aspekt Schritt für Schritt — von der 1-Jahres-Haltefrist bis zur Anlage SO.

Steuer-Themen im Detail

Krypto Haltefrist

Die 1-Jahres-Regel erklärt

Wer Kryptowährungen mindestens ein Jahr hält, kann Gewinne steuerfrei realisieren. Erfahre, wie die Haltefrist funktioniert und welche Ausnahmen es gibt.

📦

Staking Steuern

Rewards korrekt versteuern

Staking-Rewards sind steuerpflichtig — aber wann genau? Lerne, wie Staking-Einkünfte besteuert werden und welche Freibeträge gelten.

📉

Verluste verrechnen

Steuerlich geltend machen

Verluste aus Krypto-Trades mit Gewinnen verrechnen und so die Steuerlast senken. So funktioniert der Verlustausgleich richtig.

🎁

Airdrops & Forks

Gratiscoins versteuern

Airdrops und Hard Forks liefern kostenlose Coins — aber das Finanzamt will seinen Anteil. So werden sie korrekt besteuert.

⛏️

Mining Steuern

Privat vs. gewerblich

Mining-Einkünfte richtig einordnen: Wann ist Mining privat, wann gewerblich? Welche Kosten sind absetzbar?

🏦

DeFi Steuern

Yield Farming, Lending & Co.

Liquidity Pools, Yield Farming und Lending erzeugen steuerlich komplexe Sachverhalte. Hier werden sie verständlich aufgeschlüsselt.

📝

Anlage SO ausfüllen

Steuererklärung Schritt für Schritt

Krypto-Gewinne gehören in die Anlage SO. Wir zeigen Zeile für Zeile, wie du sie korrekt ausfüllst.

📜

BMF-Schreiben 2025

Offizielle Steuerrichtlinie

Das BMF-Schreiben ist die maßgebliche Richtlinie für Krypto-Steuern in Deutschland. Alle wichtigen Regelungen zusammengefasst.

🌐

CARF & DAC8

Meldepflicht ab 2026

Ab 2026 müssen Krypto-Börsen Nutzerdaten automatisch an Finanzbehörden melden. Was das für dich bedeutet.

🔄

Swap-Steuern

Token-Tausch versteuern

Jeder Krypto-zu-Krypto-Tausch ist ein steuerpflichtiges Ereignis. So berechnest du den Gewinn korrekt.

Steuerfrei verkaufen

Legale Strategien

Haltefrist, Freigrenze und weitere legale Wege, Krypto-Gewinne steuerfrei zu realisieren.

🔍

Finanzamt & Krypto

Woher weiß das Finanzamt?

Börsen-Meldungen, Bankauskünfte und CARF: So erfährt das Finanzamt von deinen Krypto-Aktivitäten.

Steuern nach Transaktionsart

Je nachdem, wie du mit Kryptowährungen interagierst, greifen unterschiedliche Steuerregeln. Hier ein Überblick:

Börsenspezifische Steuer-Tipps

Alle großen Krypto-Börsen bieten Transaktions-Exporte für die Steuersoftware an. Achte darauf, deine Daten regelmäßig zu exportieren — besonders vor einem Börsenwechsel. Hier die wichtigsten Plattformen im Steuer-Kontext:

Das beste Krypto-Steuertool

CoinTracking erstellt automatische Steuerberichte nach deutschem Recht. Importiere alle deine Trades per API, berechne Gewinne nach FIFO und exportiere den fertigen Report.

Steuern für einzelne Coins

Die steuerlichen Grundregeln gelten für alle Kryptowährungen gleichermaßen. Bei einigen Coins gibt es jedoch Besonderheiten:

Häufige Fragen zu Krypto-Steuern

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Besteuerung von Kryptowährungen in Deutschland

Ab wann muss ich Krypto-Gewinne versteuern?
In Deutschland sind Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen steuerpflichtig, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Kauf realisiert werden und die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr überschreiten (seit 2024, vorher 600 Euro). Gewinne nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr sind komplett steuerfrei.
Welcher Steuersatz gilt für Krypto?
Kryptowährungen werden als private Veräußerungsgeschäfte besteuert — es gilt dein persönlicher Einkommensteuersatz (14–45 %) plus Solidaritätszuschlag. Die Abgeltungssteuer von 25 % greift bei Krypto nicht.
Muss ich Krypto-Gewinne in der Steuererklärung angeben?
Ja, Krypto-Gewinne müssen in der Anlage SO (Sonstige Einkünfte) der Steuererklärung angegeben werden — auch wenn sie unter der Freigrenze liegen. Das Finanzamt erwartet eine vollständige Offenlegung aller Transaktionen.
Was ist die FIFO-Methode bei Krypto-Steuern?
FIFO (First In, First Out) bedeutet, dass beim Verkauf die zuerst gekauften Coins als zuerst verkauft gelten. Diese Methode wird in Deutschland standardmäßig angewendet und ist besonders relevant für die Berechnung der Haltefrist und des Gewinns.
Brauche ich ein Steuertool für Krypto?
Bei mehr als wenigen Trades pro Jahr ist ein Steuertool wie CoinTracking dringend empfohlen. Es importiert automatisch alle Transaktionen, berechnet Gewinne nach FIFO und erstellt rechtssichere Steuerberichte für das Finanzamt.
Wie werden Staking-Rewards besteuert?
Staking-Rewards gelten als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Es gilt eine separate Freigrenze von 256 € pro Jahr. Die Steuerpflicht entsteht zum Zeitpunkt des Zuflusses.
Verlängert Staking die Haltefrist?
Nein. Seit dem BMF-Schreiben von Mai 2022 ist klargestellt, dass Staking und Lending die Haltefrist nicht verlängern. Die 1-Jahres-Frist bleibt unverändert bestehen.
Wie werden Airdrops besteuert?
Airdrops gelten als sonstige Einkünfte und werden zum Marktwert bei Zufluss besteuert. Es gilt die 256-€-Freigrenze für sonstige Einkünfte. Spätere Kursgewinne beim Verkauf unterliegen der Haltefrist-Regelung.
Ist Krypto-Mining steuerpflichtig?
Ja. Privates Mining wird als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG) besteuert. Ab einer gewissen Größenordnung kann Mining als Gewerbe eingestuft werden — dann fallen zusätzlich Gewerbesteuer und Sozialversicherungsbeiträge an.
Kann ich Krypto-Verluste mit Gewinnen verrechnen?
Ja, Verluste aus Krypto-Verkäufen innerhalb der Haltefrist können mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden. Nicht verrechnete Verluste können per Verlustvortrag in Folgejahre übernommen werden.

Weiterführende Inhalte

Keine Steuerberatung: Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine Steuerberatung, Rechtsberatung oder sonstige professionelle Beratung dar und ersetzen nicht die individuelle Beratung durch einen qualifizierten Steuerberater (§ 2 StBerG). Steuergesetze und deren Auslegung können sich jederzeit ändern — insbesondere die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen ist in vielen Bereichen noch nicht abschließend geklärt. Für verbindliche Auskünfte konsultiere bitte einen zugelassenen Steuerberater. Vollständiger Haftungsausschluss