Berechne deine Staking-Rendite mit Zinseszins-Effekt — für Ethereum, Solana, Cardano, Polkadot, Cosmos und Avalanche.
Krypto-Staking ist der Prozess, bei dem du deine Kryptowährung in einem Proof-of-Stake (PoS)-Netzwerk hinterlegst, um Transaktionen zu validieren und die Blockchain zu sichern. Im Gegenzug erhältst du Staking-Rewards — eine Form von passivem Einkommen, vergleichbar mit Zinsen auf einem Sparkonto.
Im Unterschied zu Proof-of-Work (wie bei Bitcoin-Mining) benötigst du beim Staking keine teure Hardware. Stattdessen „sperrt“ dein Wallet die Coins für einen bestimmten Zeitraum. Je mehr Coins gestakt werden und je länger, desto höher die Wahrscheinlichkeit, einen Block validieren zu dürfen. Netzwerke wie Ethereum, Solana und Cardano nutzen diesen Konsensmechanismus.
Bei Proof of Stake (PoS) werden Validatoren anhand ihres Stakes (hinterlegte Coins) ausgewählt, um neue Blöcke zu erstellen. Dies ist deutlich energieeffizienter als Proof of Work: Ethereum hat durch den Merge (September 2022) seinen Energieverbrauch um über 99,9 % reduziert.
Die Staking-Renditen stammen aus zwei Quellen: Blockbelohnungen (neue Coins, die das Netzwerk ausschüttet) und Transaktionsgebühren (ein Anteil der Fees, die Nutzer zahlen). Die Höhe der Rendite hängt vom Netzwerk, der Gesamtmenge gestakter Coins und der Inflationsrate des Tokens ab. Generell gilt: Je mehr Coins im Netzwerk gestakt sind, desto niedriger die individuelle Rendite pro Staker.
Beim Staking ist der Unterschied zwischen APR (Annual Percentage Rate) und APY (Annual Percentage Yield) entscheidend. Die APR gibt den nominalen Jahreszins ohne Berücksichtigung von Zinseszins an. Die APY hingegen berücksichtigt den Compounding-Effekt — also dass verdiente Rewards selbst wieder gestakt werden und ebenfalls Rendite erwirtschaften.
Unser Rechner zeigt dir beide Varianten: Compound-Staking (tägliches Restaking der Rewards) und einfache Verzinsung (Rewards werden nicht restaked). Bei Netzwerken mit hoher APY wie Polkadot (14 %) oder Cosmos (18 %) kann der Zinseszins-Effekt über mehrere Jahre erheblich sein. Bei 14 % APR ergibt tägliches Compounding über 5 Jahre rund 100 % Rendite — einfache Verzinsung nur 70 %.
Wichtig: Viele Plattformen und Börsen bewerben bereits die APY (mit Compounding). In der Praxis hängt die tatsächliche Rendite davon ab, wie oft du Rewards restakest und welche Gebühren dabei anfallen. Liquid-Staking-Protokolle wie Lido (stETH) oder Jito (JitoSOL) bieten automatisches Compounding ohne manuelles Restaking.
Es gibt verschiedene Wege, Staking-Rewards zu verdienen. Die Wahl hängt von deinem Budget, technischem Wissen und Risikobereitschaft ab:
| Methode | Mindestbetrag | Schwierigkeit | Kontrolle |
|---|---|---|---|
| Solo-Validator (ETH) | 32 ETH | Hoch | Voll |
| Staking-Pool / Liquid Staking | Beliebig | Niedrig | Mittel |
| Börsen-Staking | Ab 1 € | Sehr niedrig | Gering |
| Delegation (ADA, DOT, ATOM) | Beliebig | Niedrig | Hoch |
Für Einsteiger empfehlen wir Börsen-Staking oder Liquid Staking — beide bieten einfachen Zugang ohne technisches Setup. Erfahrene Nutzer profitieren von der vollen Kontrolle eines eigenen Validators oder der Delegation an verlässliche Validatoren.
Staking-Rewards gelten in Deutschland als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 EStG. Sie sind zum Zeitpunkt des Zuflusses mit dem dann geltenden Marktwert steuerpflichtig. Es gibt eine jährliche Freigrenze von 256 € — wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag zu versteuern (nicht nur der Betrag über der Freigrenze).
Gute Nachricht: Seit dem BMF-Schreiben von Mai 2022 verlängert sich die Haltefrist für gestakte Coins nicht mehr auf 10 Jahre. Die reguläre 1-Jahres-Haltefrist für steuerfreie Veraußerungsgewinne bleibt bestehen. Nutze unseren Steuer-Rechner für eine detaillierte Berechnung oder lies unseren Krypto-Steuern Guide.
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Krypto-Staking und Renditeberechnung