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DeFi Staking erklärt: Coins staken & Rewards verdienen

Was ist Staking?

Staking bedeutet, Kryptowährungen in einem Blockchain-Netzwerk zu sperren, um Transaktionen zu validieren und das Netzwerk zu sichern. Als Belohnung erhältst du regelmäßig neue Coins — die sogenannten Staking-Rewards.

Staking ist das Rückgrat aller Proof-of-Stake (PoS) Blockchains. Statt wie bei Bitcoin mit Rechenleistung (Mining) zu arbeiten, sichern PoS-Netzwerke sich durch das gesperrte Kapital der Teilnehmer. Je mehr Coins du stakst, desto wahrscheinlicher wirst du als Validator ausgewählt und desto mehr Rewards erhältst du.

Der Einstieg ist denkbar einfach: Bei vielen Börsen kannst du Staking mit wenigen Klicks aktivieren. Aber es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Varianten — und die solltest du kennen, bevor du loslegst.

Proof of Stake: So funktioniert der Konsensmechanismus

Bei Proof of Stake werden neue Blöcke nicht durch Mining (Rechenleistung) erzeugt, sondern durch Validatoren, die ihre Coins als Sicherheit hinterlegen. Dieser Ansatz ist energieeffizienter als Proof of Work und ermöglicht höhere Transaktionsgeschwindigkeiten.

Der Ablauf in vereinfachter Form:

  • Coins sperren: Validatoren hinterlegen eine Mindestmenge an Coins (z. B. 32 ETH bei Ethereum).
  • Block-Validierung: Das Netzwerk wählt zufällig einen Validator aus, der den nächsten Block vorschlägt.
  • Attestierung: Andere Validatoren bestätigen (attestieren) den Block.
  • Reward-Ausschüttung: Der Validator und die Attestierer erhalten Rewards in Form nativer Coins.

Wichtig: Bei Fehlverhalten (z. B. Doppelsignierung) droht Slashing — ein Teil der gestakten Coins wird als Strafe eingezogen. Dieses Risiko ist bei seriösen Validatoren allerdings minimal.

Staking auf Börsen vs. nativ staken

Es gibt zwei grundlegende Wege, Coins zu staken — und beide haben Vor- und Nachteile.

Staking über Börsen (Custodial)

  • Einfach: Ein Klick und fertig. Kein technisches Wissen nötig.
  • Börsen wie Bitvavo, Kraken oder Bitpanda übernehmen alles.
  • Nachteil: Du gibst die Kontrolle über deine Coins ab. Geht die Börse pleite, sind deine Coins gefährdet.
  • Die Rendite ist oft etwas geringer, da die Börse einen Anteil einbehält.

Natives Staking (Non-Custodial)

  • Du behältst die volle Kontrolle über deine Coins in deinem eigenen Wallet.
  • Bei Cardano delegierst du an einen Stake-Pool, bei Solana an einen Validator.
  • Höhere Rendite, da keine Börsen-Marge abgezogen wird.
  • Erfordert ein eigenes Wallet (z. B. Ledger) und etwas technisches Verständnis.

Empfehlung: Einsteiger starten am besten über eine Börse. Wer mehr Kontrolle und höhere Rendite will, wechselt später zum nativen Staking.

Risiken beim Staking

Staking gilt als vergleichsweise sichere Strategie, ist aber nicht ohne Risiken:

  • Kursrisiko: Die Staking-Rewards werden in der nativen Kryptowährung ausgezahlt. Fällt der Kurs stark, können die Rewards den Wertverlust nicht ausgleichen.
  • Lock-up-Perioden: Bei manchen Netzwerken sind deine Coins für eine bestimmte Zeit gesperrt (z. B. 28 Tage bei Cosmos). Du kannst sie während dieser Zeit nicht verkaufen.
  • Slashing: Wenn dein Validator sich fehlerhaft verhält, können Teile deiner gestakten Coins eingezogen werden. Wähle daher nur seriöse Validatoren mit guter Track-Record.
  • Plattform-Risiko (Börsen): Wenn du über eine Börse stakst, trägst du das Insolvenzrisiko der Plattform.
  • Smart-Contract-Risiko: Bei Liquid Staking (z. B. Lido) besteht das Risiko eines Bugs im Smart Contract.

Fazit: Natives Staking auf etablierten Netzwerken (Ethereum, Solana, Cardano) ist risikoarm. Je exotischer das Netzwerk und je höher die versprochene Rendite, desto vorsichtiger solltest du sein.

Die besten Coins zum Staken 2026

Nicht jeder Coin eignet sich gleich gut zum Staking. Hier sind die etabliertesten Optionen:

  • Ethereum (ETH): ~3–4 % APY. Das größte PoS-Netzwerk mit der höchsten Sicherheit. 32 ETH für eigenen Validator, oder per Liquid Staking ab beliebigem Betrag.
  • Solana (SOL): ~6–8 % APY. Schnelles Netzwerk mit niedrigen Gebühren. Delegation an Validatoren direkt aus dem Wallet.
  • Cardano (ADA): ~3–5 % APY. Keine Lock-up-Periode — Coins bleiben jederzeit verfügbar. Delegation an Stake-Pools.
  • Polkadot (DOT): ~10–14 % APY. Höhere Rendite, aber mit 28-Tage Lock-up. Nomination an bis zu 16 Validatoren.
  • Cosmos (ATOM): ~15–20 % APY. Hohe Rewards, aber 21-Tage Unbonding-Periode und hohe Inflation.

Wichtig: Hohe APY bedeutet nicht automatisch gute Rendite. Prüfe immer die Inflationsrate des Netzwerks. Wenn die Inflation höher ist als dein Staking-Reward, verlierst du real an Wert.

Staking-Rewards sind in Deutschland steuerpflichtig. Alles zur Besteuerung erfährst du unter Staking Steuern.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Staking und Mining?
Mining nutzt Rechenleistung (Proof of Work) zur Validierung von Transaktionen — wie bei Bitcoin. Staking nutzt gesperrtes Kapital (Proof of Stake). Staking ist deutlich energieeffizienter und erfordert keine spezielle Hardware.
Kann ich mit wenig Geld staken?
Ja. Über Börsen wie Bitvavo oder Kraken kannst du bereits ab kleinen Beträgen staken. Natives Staking hat bei manchen Netzwerken Mindestbeträge (z. B. 32 ETH bei Ethereum), aber Liquid-Staking-Protokolle ermöglichen die Teilnahme ab beliebigen Beträgen.
Verlängert Staking die Haltefrist für Steuern?
Nein. Seit dem BMF-Schreiben von Mai 2022 ist klargestellt, dass Staking die 1-Jahres-Haltefrist nicht verlängert. Die Haltefrist deiner gestakten Coins bleibt unverändert.
Was passiert mit meinen Coins beim Staking?
Beim nativen Staking bleiben deine Coins in deinem Besitz, sind aber für eine bestimmte Zeit gesperrt (je nach Netzwerk). Bei Börsen-Staking übergibt die Börse deine Coins an Validatoren, du behältst aber den Anspruch auf Rückgabe.