Das Wichtigste in Kürze:
- Strategy (ehemals MicroStrategy) führt aktuell die Rangliste der meistgeshorteten US-Aktien an – noch vor GameStop und Tesla
- Das Unternehmen hält über 500.000 Bitcoin (BTC) im Wert von rund 28 Milliarden Euro und refinanziert sich durch kontinuierliche Aktien- und Anleiheemissionen
- Shortseller setzen auf fallende Kurse oder dilutive Kapitalerhöhungen bei anhaltendem Bitcoin-Rückgang
Strategy steht unter Beschuss: Das Unternehmen von Michael Saylor ist zur meistgeshorteten Aktie der USA avanciert. Die massive Short-Attacke gefährdet nicht nur die gefährte Bitcoin-Treasury-Strategie, sondern stellt den gesamten Sektor der Corporate Crypto Adoption auf die Probe.
Was passiert ist: Die Short-Attacke auf die Bitcoin-Treasury-Strategie
Strategy, bis vor kurzem noch als MicroStrategy bekannt, hat einen bedenklichen Rekord aufgestellt. Laut aktuellen Daten von S3 Partners steht das Unternehmen nun an der Spitze der meistgeshorteten US-Aktien – noch vor Meme-Stock-Klassikern wie GameStop oder Tesla.
Die Zahlen hinter der Attacke
Die Short-Interest-Rate bei Strategy liegt aktuell bei über 20 Prozent des Free Float. Hedgefonds und institutionelle Shortseller haben Milliardenpositionen aufgebaut, die auf einen Kursverfall der Aktie setzen. Das Volumen der offenen Short-Positionen übersteigt dabei die Marke von 5 Milliarden US-Dollar.
Achtung: Strategy ist längst kein reiner Bitcoin-Proxy mehr. Das Unternehmen operiert als hochkomplexes Finanzkonstrukt mit massiver Fremdfinanzierung. Bei anhaltenden Kursrückgängen drohen Zwangsverkäufe oder massive Aktienverwässerungen durch neue Emissionen.
Michael Saylor und sein Team haben in den vergangenen Monaten eine aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt. Durch den Verkauf von Aktien und die Aufnahme von Convertible Bonds flossen frisches Kapital in den Bitcoin-Schatz. Diese Hebel-Strategie funktioniert jedoch nur, solange der Aktienkurs stabil bleibt oder steigt.
Saylors Antwort auf den Druck
Der Executive Chairman reagierte auf die Entwicklung mit typischer Rhetorik. In einem Tweet bezeichnete er die Shortseller als „temporäre Störer“ und betonte die langfristige Vision von Strategy als Bitcoin-Treasury-Company. Dennoch zeigen die Marktdaten eine deutliche Verschlechterung der Stimmung.
„Strategy hat sich zu einem systemischen Risiko für den Krypto-Markt entwickelt. Fällt die Aktie, werden möglicherweise auch Bitcoin-Bestände liquidiert.“
— Marktanalyst bei S3 Partners
Warum das wichtig ist
Die Spitzenposition bei den Short-Interests ist mehr als nur ein schlechtes Omen für Aktionäre. Sie markiert einen Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von Corporate Bitcoin-Adoption durch traditionelle Finanzmärkte.
Gut zu wissen: Strategy hält aktuell über 500.000 Bitcoin – das entspricht etwa 2,5 Prozent der gesamten verfügbaren BTC-Menge. Ein Zwangsverkauch dieser Positionen würde den Markt massiv belasten und Kaskadeneffekte auslösen.
Die Entwicklung betrifft auch andere Unternehmen, die Bitcoin als Treasury-Reserve halten. Tesla, Block oder Metaplanet könnten ähnlichen Druck durch Shortseller erfahren, wenn die Strategie als gescheitert gilt. Für den Einsteiger-Guide zur Krypto-Investition bedeutet dies eine Neujustierung der Risikobewertung.
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Jetzt bei Bitvavo handelnEinordnung: Zwischen Margin Call und Short Squeeze
Die aktuelle Situation bei Strategy ist ein klassischer Stress-Test für das Konzept der Corporate Bitcoin-Adoption. Die Aktie befindet sich zwischen zwei extremen Szenarien: dem gefürchteten Margin Call und dem explosiven Short Squeeze.
Das Hebel-Risiko der Aktienemissionen
Strategy finanziert seine Bitcoin-Käufe primär durch die Ausgabe neuer Aktien und Wandelschuldverschreibungen. Diese dilutive Finanzierung funktioniert nur bei steigenden oder stabilen Kursen. Sinkt der Aktienkurs unter kritische Marken, werden neue Emissionen zunehmend unattraktiv oder unmöglich.
Bei einem Aktienkursrückgang von mehr als 30 Prozent innerhalb kurzer Zeit droht zudem die Aktivierung von Covenants in den Convertible Bonds. Dies könnte Zwangsmaßnahmen oder sofortige Rückzahlungsforderungen auslösen – mit fatalen Folgen für die Liquidität.
Das Potenzial für einen Short Squeeze
Auf der anderen Seite birgt die extreme Short-Position auch enormes Aufwärtspotenzial. Steigt der Bitcoin-Kurs oder kommt es zu positiven Unternehmensnachrichten, müssen Shortseller ihre Positionen schließen. Dieser Kaufsdruck kann einen Short Squeeze auslösen und den Kurs explosionsartig nach oben treiben.
Vorteile für das Ökosystem
Risiken & Nachteile
- Systemisches Risiko: Verkauchsdruck bei Strategy belastet gesamten Bitcoin-Markt
- Dilutive Effekte durch ständige Aktienemissionen schmälern Anteilseigner-Beteiligung
- Zinslast aus Anleihen belastet Cashflow auch bei Seitwärtsphasen
Worauf du jetzt achten solltest
Für Investoren und Beobachter des Krypto-Marktes ergeben sich aus der Strategy-Situation mehrere konkrete Handlungsfelder. Die Entwicklung der kommenden Wochen wird wegweisend für die Corporate-Adoption von Bitcoin sein.
- Beobachte die Short-Interest-Daten: Ein weiterer Anstieg der Short-Positionen signalisiert zunehmenden Druck, während eine Reduktion auf Gewinnmitnahmen hindeutet.
- Prüfe die Refinanzierungsfähigkeit: Achte auf neue Aktienemissionen oder Anleiheemissionen von Strategy. Scheitert die Kapitalbeschaffung, verschärft sich die Lage rapide.
- Bewahre deine Coins sicher auf: Nutze einen Hardware Wallet Vergleich, um deine Bitcoin-Bestände unabhängig von Börsenrisiken zu schützen. Ein BitBox02 bietet dabei maximale Sicherheit.
- Diversifiziere dein Portfolio: Setze nicht nur auf BTC, sondern prüfe auch Ethereum (ETH) und andere Assets als Ergänzung.
- Setze auf seriöse Handelsplätze: Nutze den Börsen-Vergleich, um regulierte Anbieter mit transparenten Konditionen zu finden.
Risikohinweis: Der Handel mit Kryptowährungen birgt erhebliche Risiken. Die Strategy-Aktie ist extrem volatil und nicht für risikoscheue Anleger geeignet. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.
Häufige Fragen zu Strategy und den Short-Positionen
Warum wird Strategy so stark geshortet?
Was passiert bei einem Margin Call bei Strategy?
Kann es zu einem Short Squeeze bei Strategy kommen?
Ja, die hohe Short-Interest-Rate von über 20 Prozent birgt enormes Potenzial für einen Short Squeeze. Steigt der Bitcoin-Kurs oder die Strategy-Aktie, müssen Shortseller ihre Positionen schließen – was den Kurs weiter nach oben treiben könnte.
Quelle: BTC-ECHO





