Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine mutige Prognose abgegeben: Ein entscheidendes US-Krypto-Gesetz zur Schaffung von Rechtsklarheit habe eine 90-prozentige Chance, bis April verabschiedet zu werden. Dies könnte die jahrelange Unsicherheit im amerikanischen Kryptomarkt beenden.
Das Wichtigste in Kürze:
- Prognose: Ripple-CEO Brad Garlinghouse sieht eine 90%-Chance für die Verabschiedung des „Financial Innovation and Technology for the 21st Century Act“ (FIT21) bis April 2026.
- Kerninhalt: Das Gesetz soll die Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffbehörde CFTC für digitale Vermögenswerte klar abgrenzen.
- Bedeutung: Eine klare Regulierung würde die jahrelange Rechtsunsicherheit beenden, die Projekte wie Ripple (XRP) massiv behindert hat.
Ein Durchbruch in der US-Regulierung in Sicht?
Die Aussage von Brad Garlinghouse sorgt in der Krypto-Branche für Aufsehen. Seit Jahren kämpft die Industrie in den USA mit einem unklaren und oft widersprüchlichen regulatorischen Rahmen, der Innovationen hemmt und zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führt.
„Ich bin sehr optimistisch. Ich denke, wir werden in diesem Jahr endlich Klarheit in den Vereinigten Staaten bekommen. Es gibt einen Gesetzentwurf (...) Ich denke, die Chancen, dass er vor Ende April verabschiedet wird, liegen bei 90 Prozent.“ - Brad Garlinghouse, CEO von Ripple (frei übersetzt nach Quelle)
Worum geht es im FIT21-Gesetz?
Der von Garlinghouse erwähnte Gesetzentwurf, oft als „FIT21 Act“ bezeichnet, zielt darauf ab, die zentrale Frage zu klären, die den US-Kryptomarkt lähmt: Wann ist ein digitaler Vermögenswert ein Wertpapier (Security) und wann eine Ware (Commodity)?
Das Gesetz würde eine klare Trennlinie ziehen. Die Securities and Exchange Commission (SEC) wäre für digitale Assets zuständig, die als Wertpapiere eingestuft werden, während die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Aufsicht über Krypto-Rohstoffe wie Bitcoin (BTC) übernehmen würde.
Der Zeitplan und die politischen Hürden
Garlinghouses Zeitprognose bis April ist ambitioniert. Der Gesetzentwurf hat bereits parteiübergreifende Unterstützung im Repräsentantenhaus erhalten, muss aber noch den Senat passieren und vom Präsidenten unterzeichnet werden. Der politische Wille scheint jedoch nach den jüngsten Marktturbulenzen und dem Ruf nach Anlegerschutz gewachsen zu sein.
Warum das wichtig ist: Das Ende des Wilden Westens
Die derzeitige Situation in den USA wird oft als „Regulierung durch Vollstreckung“ (regulation by enforcement) bezeichnet. Anstatt klare Regeln zu schaffen, verklagt die SEC unter ihrem Vorsitzenden Gary Gensler zahlreiche Krypto-Unternehmen, darunter auch Ripple selbst.
Hintergrund: SEC vs. Ripple
Seit Dezember 2020 führt die SEC einen Rechtsstreit gegen Ripple. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, mit dem Verkauf von XRP-Token einen nicht registrierten Wertpapierverkauf im Wert von über 1,3 Milliarden US-Dollar durchgeführt zu haben. Ein klares US-Krypto-Gesetz könnte solche langwierigen Verfahren zukünftig verhindern.
Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass viele Unternehmen und Entwickler die USA verlassen haben. Für Anleger bedeutet dies ein hohes Risiko, da die rechtliche Einstufung eines Tokens jederzeit geändert werden könnte, was drastische Auswirkungen auf dessen Handelbarkeit und Wert hätte.
Eine klare Gesetzgebung würde nicht nur Rechtssicherheit für Projekte wie Ripple oder Ethereum (ETH) schaffen, sondern auch den Weg für institutionelle Investoren ebnen, die bisher aufgrund der unklaren Lage zögern. Wer die Grundlagen des Marktes besser verstehen möchte, findet in unserem Einsteiger-Guide wertvolle Informationen.
Regulatorische Klarheit könnte den Handel mit Altcoins wie XRP grundlegend verändern. Auf einer etablierten und regulierten Plattform wie Bitvavo bist du für die nächsten Marktbewegungen gut aufgestellt.
Zu Bitvavo (Testsieger)Einordnung: Katalysator für den nächsten Bullenmarkt?
Garlinghouses Optimismus ist mehr als nur Wunschdenken. Er signalisiert, dass hinter den Kulissen Fortschritte erzielt werden. Die Verabschiedung eines solchen Gesetzes wäre wohl der größte bullische Katalysator für den Altcoin-Markt seit Jahren.
Das Damoklesschwert der SEC, das über fast jedem Projekt außer Bitcoin schwebt, würde endlich entfernt. Dies könnte eine Welle von Kapital und Innovation freisetzen, die bisher zurückgehalten wurde. Ein klar definierter Rahmen würde es auch etablierten Finanzinstituten erleichtern, Krypto-Produkte anzubieten und in die Technologie zu investieren.
Chancen durch das Gesetz
- Rechtssicherheit: Unternehmen und Entwickler erhalten klare Spielregeln.
- Institutionelles Kapital: Große Investoren erhalten den nötigen regulatorischen Rahmen für ein Engagement.
- Anlegerschutz: Klare Zuständigkeiten schützen Verbraucher besser vor Betrug.
- Innovation: US-Unternehmen können wieder wettbewerbsfähig agieren, ohne Angst vor Klagen.
Risiken & Nachteile
- Verzögerung: Der politische Prozess könnte sich länger hinziehen als erwartet.
- Strenge Regeln: Das finale Gesetz könnte restriktiver ausfallen als von der Branche erhofft.
- Marktvolatilität: Kurzfristige Unsicherheit während der Debatten könnte zu Kursschwankungen führen.
- Bürokratie: Neue Registrierungs- und Compliance-Pflichten könnten kleine Start-ups belasten.
Worauf du jetzt achten solltest
Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Anleger und Interessierte sollten die Entwicklungen genau beobachten. Hier sind die wichtigsten Punkte, die es zu verfolgen gilt:
- Fortschritt im US-Kongress: Achte auf Nachrichten über Anhörungen und Abstimmungen zum FIT21-Gesetz im Repräsentantenhaus und vor allem im Senat.
- Stellungnahmen der Behörden: Die Reaktionen von SEC-Chef Gary Gensler und CFTC-Vorsitzendem Rostin Behnam auf den Gesetzesentwurf werden richtungsweisend sein.
- Marktreaktion von XRP und Altcoins: Der Kurs von XRP gilt als Indikator für die Stimmung bezüglich des Rechtsstreits und der allgemeinen Regulierung. Positive Nachrichten könnten sich schnell im Preis widerspiegeln. Unsere Krypto-Börsen im Vergleich Übersicht hilft dir, die richtige Handelsplattform zu finden.
- Sicherheit der eigenen Assets: Unabhängig von Marktbewegungen ist die sichere Verwahrung von Krypto-Assets entscheidend. Ein Hardware Wallet Vergleich zeigt die besten Optionen zur Selbstverwahrung.
Häufige Fragen zum US-Krypto-Gesetz
Was ist der „FIT21 Act“?
Der „Financial Innovation and Technology for the 21st Century Act“ (FIT21) ist ein Gesetzesentwurf im US-Kongress. Er soll eine klare rechtliche Definition und Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte schaffen, insbesondere die Abgrenzung zwischen der Aufsicht durch die SEC (für Wertpapiere) und die CFTC (für Waren/Rohstoffe).
Warum ist die Unterscheidung zwischen SEC und CFTC so wichtig?
Die Einstufung hat weitreichende Konsequenzen. Als Wertpapier unterliegt ein Token strengen Registrierungs- und Offenlegungspflichten der SEC, was den Handel stark einschränkt. Als Ware unterliegt er den flexibleren Regeln der CFTC, was Innovation und Handel erleichtert. Die aktuelle Unklarheit führt zu Rechtsstreitigkeiten wie im Fall SEC gegen Ripple.
Was würde eine Verabschiedung für den XRP-Kurs bedeuten?
Eine Verabschiedung des Gesetzes, das XRP möglicherweise als Ware oder eine andere Nicht-Wertpapier-Kategorie einstuft, würde den zentralen Streitpunkt im SEC-Verfahren ausräumen. Dies würde die rechtliche Unsicherheit beseitigen und könnte von vielen Marktteilnehmern als stark positives Signal gewertet werden, was potenziell den Handel an US-Börsen wieder ermöglichen würde.





