Bitcoin hat im ersten Quartal 2026 bereits 22% verloren und steuert auf die schlechteste Q1-Performance seit 2018 zu. Erstmals in der Bitcoin-Geschichte endeten sowohl Januar als auch Februar im Minus – ein historisch bärisches Signal.
Das Wichtigste in Kürze:
- Bitcoin fällt 22% im Q1 2026 – schlechteste Performance seit 8 Jahren
- Januar (-11%) und Februar (-9%) beide negativ – historisch erstmals
- Falls März nicht stark rallyt, wird Q1 2026 schwächer als Q1 2018 (-49%)
Was ist passiert? Die Q1-Bilanz in Zahlen
Bitcoin startete 2026 bei rund 95.000 USD. Ende Februar steht der Kurs bei etwa 74.000 USD – ein Verlust von 22% in nur zwei Monaten.
Das Besondere: Sowohl Januar als auch Februar schlossen im Minus. Januar verlor 11%, Februar weitere 9%. In der gesamten Bitcoin-Historie gab es noch nie zwei aufeinanderfolgende negative Monate zu Jahresbeginn.
Vergleich mit historischen Q1-Daten
Das bisher schwächste erste Quartal war Q1 2018 mit -49%. Damals fiel Bitcoin von 14.000 USD auf 7.000 USD während des Post-Bull-Run-Crashs.
Q1 2026 liegt aktuell bei -22%. Falls März keine starke Erholung bringt, könnte dieses Quartal das zweitschlechteste Q1 aller Zeiten werden.
Historischer Kontext: Bitcoin hatte in den vergangenen 15 Jahren nur 4 negative Q1-Perioden: 2014 (-60%), 2018 (-49%), 2022 (-18%) und nun 2026 (-22%). Alle außer 2022 markierten längere Bärenmärkte.
Februar 2026: Der schlimmste Februar seit 2020
Februar 2026 mit -9% ist der schwächste Februar-Monat seit Februar 2020 (-10%). Damals löste der COVID-Crash die Verluste aus.
Historisch war Februar oft ein starker Monat für Bitcoin. Zwischen 2015 und 2023 schlossen 6 von 9 Februaren positiv. Die Saisonalität versagt 2026 komplett.
Warum fällt Bitcoin im ersten Quartal 2026?
Drei Hauptfaktoren drücken Bitcoin im Q1 2026: Makro-Umfeld, ETF-Abflüsse und technische Überhitzung aus 2025.
Das makroökonomische Umfeld hat sich dramatisch verschlechtert. Die US-Notenbank Fed hält die Zinsen bei 4,5% und signalisiert keine Senkungen für 2026.
Fed-Politik und Inflation
Die US-Inflation liegt bei 3,1% (Januar 2026) – deutlich über dem Fed-Ziel von 2%. Das macht Zinssenkungen unwahrscheinlich.
Hohe Zinsen machen risikoreiche Assets wie Bitcoin unattraktiv. Anleger bevorzugen sichere US-Staatsanleihen mit 4,5% Rendite gegenüber volatilen Krypto-Investments.
Makro-Zusammenhang: Bitcoin korreliert seit 2022 stark mit Tech-Aktien (Nasdaq). Beide leiden unter hohen Zinsen, weil zukünftige Gewinne weniger wert werden. Der Nasdaq fiel ebenfalls -12% im Q1 2026.
Bitcoin-ETF-Abflüsse belasten Kurs
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Februar 2026 netto 1,8 Milliarden USD Abflüsse. Das ist der schwächste Monat seit ETF-Launch im Januar 2024.
Institutionelle Investoren ziehen Kapital ab. BlackRock's iShares Bitcoin Trust (IBIT) hatte im Februar erstmals seit 11 Monaten mehr Verkäufe als Käufe.
Technische Überhitzung aus 2025
Bitcoin erreichte im Dezember 2025 ein Allzeithoch von 108.000 USD. Die Rally war technisch überkauft – der RSI (Relative Strength Index) lag über 80.
Der aktuelle Rückgang auf 74.000 USD ist eine Korrektur dieser Überhitzung. Aus technischer Sicht ist das eine gesunde Konsolidierung, keine Katastrophe.
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Zum Börsen-VergleichEinordnung: Korrektur oder Bärenmarkt-Beginn?
Die entscheidende Frage lautet: Ist Q1 2026 nur eine Korrektur im Bullenmarkt, oder beginnt ein neuer Bärenmarkt?
Historisch gesehen sind -20% bis -30% Korrekturen in Bitcoin-Bullenmärkten normal. 2021 fiel Bitcoin dreimal um über 30%, bevor er auf 69.000 USD stieg.
Bull-Case: Nur eine Korrektur
Optimisten argumentieren: Bitcoin ist immer noch +400% über dem 2022-Tief von 15.500 USD. Das vierjährige Halving-Muster bleibt intakt.
Das nächste Halving im April 2028 könnte ab Q2 2027 Vorfreude-Rallys auslösen. Historisch beginnen neue Bull-Runs 12-18 Monate vor dem Halving.
On-Chain-Daten: Long-Term Holder (Wallets mit +6 Monaten Haltedauer) verkaufen nicht. Ihre Bestände stiegen im Februar 2026 um 2,3%. Das deutet auf Akkumulation hin, nicht Panik.
Bear-Case: Struktureller Abwärtstrend
Pessimisten sehen strukturelle Probleme. Die Fed könnte Zinsen bis 2027 hochhalten, falls Inflation hartnäckig bleibt. Das würde Risiko-Assets Jahre lang belasten.
ETF-Abflüsse zeigen: Institutionen verlieren Interesse. Ohne neue Kapitalzuflüsse fehlt Bitcoin der Kaufdruck für neue Allzeithochs.
Technische Unterstützung bei 70.000 USD
Aus charttechnischer Sicht liegt die nächste starke Unterstützung bei 70.000 USD. Fällt Bitcoin darunter, droht ein Test der 60.000-USD-Marke.
Das 200-Tage-Moving-Average liegt aktuell bei 82.000 USD. Bitcoin handelt darunter – ein bärisches Signal. Für eine Trendwende müsste BTC zurück über 85.000 USD steigen.
Argumente für Erholung
- On-Chain-Daten: Long-Term Holder akkumulieren weiter
- Halving-Zyklus historisch intakt (Post-Halving-Rallys 2024/2025)
- -30% Korrekturen normal in Bitcoin-Bullenmärkten (2017, 2021)
- Institutionelle Adoption steigt langfristig trotz ETF-Abflüssen
Risiken & Bären-Signale
- Fed hält Zinsen hoch bis mindestens Ende 2026
- ETF-Abflüsse im Februar: 1,8 Mrd. USD – institutionelles Desinteresse
- Januar + Februar beide rot – historisch nie vorgekommen
- Technisch unter 200-Tage-MA (82k USD) – bärischer Trend
Worauf du jetzt achten solltest
Falls du Bitcoin hältst oder kaufen willst, beachte folgende Punkte:
- März-Performance beobachten: Historisch ist März oft ein starker Monat (+10% Durchschnitt seit 2015). Falls März ebenfalls negativ wird, ist das ein extrem bärisches Signal.
- Fed-Meeting am 18. März 2026: Die nächste Fed-Zinsentscheidung ist entscheidend. Signalisiert Powell Zinssenkungen für Q3/Q4 2026, könnte das Bitcoin beflügeln.
- 70.000 USD Support-Level: Fällt Bitcoin unter 70.000 USD, droht ein Test von 60.000 USD. Für langfristige Käufe könnte das eine bessere Einstiegschance sein.
- Dollar-Cost-Averaging nutzen: Statt alles auf einmal zu kaufen, lieber monatlich kleine Beträge investieren. Das reduziert Timing-Risiko in volatilen Phasen.
- Steuerliche Haltefrist nutzen: In Deutschland sind Bitcoin-Gewinne nach 12 Monaten Haltefrist steuerfrei. Wer jetzt kauft und bis 2027 hält, spart sich die Kapitalertragssteuer.
Unsere Bitcoin-Prognose 2026 analysiert verschiedene Szenarien für den weiteren Jahresverlauf.
Häufige Fragen zu Bitcoin Q1 2026
Ist Bitcoin jetzt kaufenswert nach -22% Verlust?
Das hängt von deinem Zeithorizont ab. Kurzfristig (1-3 Monate) besteht Risiko für weitere Verluste bis 60.000 USD. Langfristig (12+ Monate) zeigen historische Daten: Käufe nach -20% Korrekturen waren oft profitabel. Dollar-Cost-Averaging über mehrere Monate streut das Risiko.
Was war das schlechteste Bitcoin Q1 aller Zeiten?
Q1 2018 mit -49% Verlust. Bitcoin fiel von 14.000 USD auf 7.000 USD nach dem 2017-Bull-Run-Crash. Q1 2014 war noch schlimmer mit -60% nach der Mt.Gox-Pleite. Q1 2026 liegt mit -22% auf Platz 3 der schlechtesten ersten Quartale.
Warum ist Januar + Februar beide negativ so ungewöhnlich?
In der gesamten Bitcoin-Historie (seit 2009) gab es noch nie zwei aufeinanderfolgende negative Monate zu Jahresbeginn. Meist war mindestens einer der beiden Monate positiv. Diese Kombination gilt als statistisch extrem selten und historisch bärisch.
Wie tief kann Bitcoin im Q1 2026 noch fallen?
Die nächste technische Unterstützung liegt bei 70.000 USD, darunter bei 60.000 USD. Worst-Case-Szenarien sehen 50.000 USD (50% Korrektur vom ATH bei 108.000 USD), was historisch in Bitcoin-Bullenmärkten vorkam. Die meisten Analysten erwarten jedoch Stabilisierung zwischen 65.000 und 75.000 USD.
Beginnt jetzt ein neuer Bitcoin-Bärenmarkt?
Unklar. Echte Bärenmärkte dauern 12-18 Monate mit -70% bis -80% Verlusten vom ATH. Q1 2026 zeigt mit -22% bislang nur eine typische Bull-Market-Korrektur. Entscheidend sind: Fed-Zinspolitik, ETF-Flows im März und ob Bitcoin unter 70.000 USD fällt. Falls ja, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen strukturellen Bärenmarkt.
Quelle: Cointelegraph





