Letzte Aktualisierung: Februar 2026
Hyperliquid und GMX sind beide führende dezentrale Perpetual-Börsen, aber sie basieren auf fundamental unterschiedlichen Handelsmodellen. Während Hyperliquid ein klassisches Orderbuch (CLOB) nutzt, setzt GMX auf ein AMM-Modell mit Liquiditätspools (GLP/GM).
Dieser Architektur-Unterschied beeinflusst alles: Gebühren, Slippage, verfügbare Order-Typen und das Risikoprofil für Trader und Liquiditätsanbieter.
In diesem Vergleich analysieren wir beide Plattformen im Detail und helfen dir bei der Entscheidung, welche für deinen Trading-Stil besser geeignet ist.
Hyperliquid — Central Limit Order Book (CLOB):
GMX v2 — Automated Market Maker (GM Pools):
Praxis-Unterschied: Auf Hyperliquid kannst du eine Limit-Order bei genau 60.000 USD für BTC platzieren und bekommst exakt diesen Preis. Auf GMX wird dein Trade zum aktuellen Oracle-Preis ausgeführt — du hast weniger Kontrolle über den exakten Einstiegspreis. Dafür gibt es bei GMX potenziell keinen Slippage bei großen Trades, da der Pool als Gegenpartei agiert.
Die Gebührenstrukturen unterscheiden sich erheblich:
| Gebühr | Hyperliquid | GMX v2 | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Maker Fee | 0,010 % | 0,050 % | Hyperliquid (–80 %) |
| Taker Fee | 0,035 % | 0,070 % | Hyperliquid (–50 %) |
| Gas-Gebühren | Keine | Arbitrum Gas (0,10–2 USD) | Hyperliquid |
| Borrowing Fee | Keine | Variable (Position Holding) | Hyperliquid |
| Execution Fee | Keine | ~0,30 USD (Keeper) | Hyperliquid |
GMX hat neben den höheren Trading-Fees auch Borrowing Fees (variable Gebühr fürs Halten einer Position) und Execution Fees (Keeper-Netzwerk für Order-Ausführung). Ein 10.000 USDC Trade auf GMX kostet insgesamt ca. 7–10 USD, auf Hyperliquid nur 1–3,50 USD.
Detaillierte Informationen zu den Hyperliquid Gebühren und Tier-Rabatten findest du in unserem Gebühren-Guide.
Hyperliquid betreibt eine eigene Layer-1-Blockchain mit dem HyperBFT-Konsensus:
GMX läuft primär auf Arbitrum (Ethereum Layer 2), mit einer zusätzlichen Deployment auf Avalanche:
Für Trader, die bereits im Arbitrum-Ökosystem aktiv sind (z. B. mit Aave, Uniswap, Pendle), ist GMX nahtlos integriert. Für reines Perpetual-Trading bietet Hyperliquids eigene L1 bessere Performance ohne Gas-Kosten. Mehr zur Architektur erfährst du unter Was ist Hyperliquid?
Bei der maximalen Hebelwirkung hat GMX die höheren Limits:
Ist mehr Hebel besser? In der Theorie gibt dir höherer Hebel mehr Flexibilität. In der Praxis nutzen die meisten professionellen Trader selten mehr als 10–20x. Bei 100x Hebel reicht eine 1 % Preisbewegung gegen dich für eine vollständige Liquidation.
Hyperliquids konservativerer Ansatz (max. 50x) reduziert das Risiko von Kaskaden-Liquidationen, die das gesamte Orderbuch destabilisieren können. GMX kann höheren Hebel anbieten, weil der Pool (nicht einzelne Gegenparteien) das Risiko trägt.
Unsere Empfehlung: Unabhängig von der Plattform solltest du maximal 5–10x Hebel nutzen. Höhere Hebel sind nur für erfahrene Trader mit striktem Risikomanagement sinnvoll. Grundlagen zum Perpetual Trading findest du in unserem Guide.
Wie verdienen beide Plattformen Geld — und wie profitieren Token-Holder?
Hyperliquid — Fee Buyback:
GMX — Revenue-Sharing:
GMX bietet ein direktes Revenue-Sharing-Modell — du stakst GMX und erhältst wöchentlich ETH-Rewards. Hyperliquid setzt auf indirektes Revenue-Sharing über den Buyback-Mechanismus, was langfristig den Token-Preis stützt, aber kein passives Einkommen generiert.
Für Yield-orientierte Investoren ist GMX-Staking attraktiv. Für Investoren, die auf Kursgewinne setzen, ist der HYPE-Buyback potenziell wertvoller. Mehr zum HYPE Tokenomics und zum Thema DeFi-Staking in unseren Guides.
| Kriterium | Hyperliquid | GMX v2 |
|---|---|---|
| Handelsmodell | Orderbuch (CLOB) | AMM (GM Pools) |
| Gebühren | 0,01 %/0,035 % | 0,05 %/0,07 % + Gas |
| Max. Hebel | 50x | 100x |
| Chain | Eigene L1 | Arbitrum |
| Revenue-Modell | 97 % Fee-Buyback | 30 % an Staker |
| Volumen (täglich) | 2–5 Mrd. USD | 300–800 Mio. USD |
| VC-Funding | Nein | Nein (community-funded) |
Hyperliquid wählen, wenn du: Aktiver Trader bist, niedrige Gebühren priorisierst, professionelle Order-Typen brauchst und das größte dezentrale Volumen möchtest.
GMX wählen, wenn du: Im Arbitrum-Ökosystem aktiv bist, passives Einkommen durch GMX-Staking möchtest, höheren Hebel (100x) brauchst oder das AMM-Modell ohne Orderbuch-Komplexität bevorzugst.
Für den regulierten Kauf beider Token über eine deutsche Börse empfehlen wir unseren Börsen-Vergleich.

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Phillip ist Gründer von CryptoTuts.de und beschäftigt sich seit 2017 intensiv mit Bitcoin, Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Er teilt sein Wissen, um Einsteigern und Fortgeschrittenen fundierte und praxisnahe Inhalte zu bieten — unabhängig, transparent und ohne leere Versprechen.