Strategy (MicroStrategy) versichert Investoren: Das Unternehmen kann einen Bitcoin-Absturz auf 8.000 USD überstehen und würde seine 6 Milliarden USD Netto-Schulden weiterhin decken. Zeitgleich plant die Firma eine "Equitization" – die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital.
Das Wichtigste in Kürze:
- Strategy kann Bitcoin-Crash auf 8.000 USD überstehen – 6 Mrd. USD Netto-Schulden bleiben gedeckt
- Unternehmen plant "Equitization" – Umwandlung von Schulden in Eigenkapital als Sicherheitsnetz
- Bei aktuellem Bitcoin-Kurs von ~68.000 USD wäre 8.000 USD ein Crash von 88%
Strategy gibt Entwarnung: Bitcoin bis 8.000 USD verkraftbar
Strategy (ehemals MicroStrategy) hat in einer Investoren-Mitteilung erklärt, dass das Unternehmen selbst einen extremen Bitcoin-Crash auf 8.000 USD verkraften würde. Der Bitcoin-Bestand würde ausreichen, um die Netto-Schulden von rund 6 Milliarden USD zu decken.
Das Unternehmen hält aktuell über 190.000 BTC – einer der größten institutionellen Bitcoin-Bestände weltweit. Bei einem Kurs von 8.000 USD hätte dieser Bestand einen Wert von 1,52 Milliarden USD.
Wie Strategy die Rechnung aufstellt
Strategy argumentiert, dass die Schulden nicht sofort fällig sind. Die Anleihen haben Laufzeiten bis 2027, 2028 und 2030 – genug Zeit für eine Bitcoin-Erholung.
Zudem plant das Unternehmen, bei Bedarf Schulden in Eigenkapital umzuwandeln. Diese "Equitization" würde den Schuldendruck reduzieren, ohne Bitcoin verkaufen zu müssen.
Wichtig: Die Rechnung funktioniert nur, wenn Strategy Zeit hat und nicht gezwungen wird, Bitcoin bei Tiefstpreisen zu verkaufen. Bei 8.000 USD würde ein Verkauf massive Verluste realisieren – das Bitcoin-Portfolio wurde zu einem Durchschnittspreis von etwa 60.000 USD aufgebaut.
Was ist "Equitization"?
Equitization bedeutet: Gläubiger werden zu Aktionären. Statt Geld zurückzubekommen, erhalten Anleihegläubiger Strategie-Aktien.
Für bestehende Aktionäre wäre das negativ – ihre Anteile würden verwässert. Für das Unternehmen ist es aber ein Rettungsanker bei extremem Marktdruck.
Warum diese Aussage für Bitcoin-Investoren wichtig ist
Strategy ist der größte institutionelle Bitcoin-Holder. Das Unternehmen hat über 4 Milliarden USD in Bitcoin investiert – finanziert durch Schulden und Aktienverkäufe.
Würde Strategy gezwungen, Bitcoin massiv zu verkaufen, könnte das einen Kaskaden-Effekt auslösen. Andere gehebelte Bitcoin-Investoren würden unter Druck geraten, der Markt könnte weiter abstürzen.
MicroStrategy als Proxy für Bitcoin-Bullen
Viele Investoren kaufen MicroStrategy-Aktien als indirekten Bitcoin-Zugang. Die Aktie korreliert stark mit dem Bitcoin-Kurs – fällt Bitcoin, fällt auch Strategy überproportional.
Die Ankündigung sendet ein Signal: Strategy glaubt nicht an einen Crash auf 8.000 USD. Sonst hätte das Unternehmen längst Position reduziert.
Kontext: Bitcoin notiert aktuell bei etwa 68.000 USD. Ein Absturz auf 8.000 USD wäre ein Verlust von 88% – vergleichbar mit dem Crash von 2018, als Bitcoin von 20.000 USD auf 3.200 USD fiel (-84%).
Risiken für den Markt
Trotz Entwarnung bleiben Risiken: Wenn Bitcoin tatsächlich auf 8.000 USD fällt, würde Strategy massive unrealisierte Verluste haben. Die Aktie könnte 90%+ verlieren.
Andere gehebelte Bitcoin-Investoren – Miner, Fonds, Unternehmen – wären ebenfalls betroffen. Die Frage ist: Wie viele andere haben ähnlich aggressive Strategien?
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Zum Börsen-Vergleich 2026Einordnung: Hohes Risiko oder strategische Weitsicht?
Strategys Ansatz ist hochspekulativ. Das Unternehmen setzt alles auf eine Karte: Bitcoin muss langfristig steigen, sonst kollabiert das Geschäftsmodell.
CEO Michael Saylor verteidigt die Strategie seit Jahren: Bitcoin sei das beste langfristige Wertaufbewahrungsmittel. Kurzfristige Schwankungen seien irrelevant.
Pro: Langfristige Bitcoin-Bullen profitieren
Wenn Bitcoin wie in der Bitcoin-Prognose 2026 erwartet auf 100.000+ USD steigt, ist Strategy ein Gewinner. Der gehebelte Bitcoin-Zugang würde überproportional profitieren.
Die Equitization-Option gibt zusätzliche Flexibilität. Selbst im Worst Case hätte Strategy einen Plan B – keine Insolvenz, sondern Umstrukturierung.
Contra: Extreme Verwässerung bei Crash
Wenn Bitcoin crasht und Strategy Schulden in Aktien umwandelt, werden bestehende Aktionäre massiv verwässert. Ihr Anteil am Unternehmen schrumpft dramatisch.
Zudem: Die Aussage "wir überstehen 8.000 USD" ist Marketing. In der Praxis müsste Strategy bei solchen Preisen womöglich trotzdem Bitcoin verkaufen – etwa wenn Gläubiger nervös werden.
Risiko-Bewertung: Strategy ist kein Investment für konservative Anleger. Das Unternehmen ist extrem gehebeltes Bitcoin-Exposure – bei Kursgewinnen explodiert die Aktie, bei Verlusten implodiert sie. Nur für Anleger geeignet, die 80%+ Drawdowns verkraften können.
Worauf du jetzt achten solltest
Die Strategy-Ankündigung ist ein Vertrauenssignal, aber kein Grund zur Sorglosigkeit. Beobachte diese Faktoren:
1. Bitcoin-Kurs unter 60.000 USD
Fällt Bitcoin unter 60.000 USD (Strategys durchschnittlicher Einkaufspreis), gerät das Unternehmen in die Verlustzone. Unter 50.000 USD würden Margin-Calls und Verkaufsdruck realistisch.
2. Strategy-Schulden-Refinanzierung
Die erste große Anleihe wird 2027 fällig. Wenn Bitcoin bis dahin nicht deutlich gestiegen ist, könnte Refinanzierung schwierig und teuer werden.
3. Andere gehebelte Bitcoin-Investoren
Strategy ist nicht allein. Miner wie Marathon Digital und Riot Platforms, Fonds und andere Unternehmen haben ähnliche Strategien. Ein koordinierter Verkaufsdruck könnte entstehen.
4. Makro-Umfeld und Fed-Politik
Bitcoin korreliert mit Risiko-Assets. Steigen Zinsen weiter oder kommt eine Rezession, fällt Bitcoin überproportional – unabhängig von Strategys Plänen.
5. Regulierung institutioneller Bitcoin-Holdings
Regulatoren könnten Regeln für gehebelte Bitcoin-Investments verschärfen. Das würde Strategys Geschäftsmodell direkt treffen und könnte Zwangsverkäufe auslösen.
Langfristige Perspektive: Trotz der Risiken bleibt Strategy ein interessanter Case für Bitcoin-Bullen. Wenn du an langfristiges Bitcoin-Wachstum glaubst, ist Strategy ein Hebel-Play. Aber: Nur mit Kapital investieren, das du 100% verlieren kannst. Die Volatilität ist extrem.
Häufige Fragen zu Strategy und Bitcoin
Was passiert mit Strategy wenn Bitcoin auf 8.000 USD fällt?
Strategy gibt an, den Crash überstehen zu können. Der Bitcoin-Bestand (190.000+ BTC) würde bei 8.000 USD noch 1,52 Milliarden USD wert sein. Das Unternehmen plant im Notfall "Equitization" – Umwandlung von Schulden in Aktien, um Liquiditätsdruck zu vermeiden. Bestehende Aktionäre würden dabei stark verwässert.
Wie viel Bitcoin hält Strategy aktuell?
Strategy hält über 190.000 Bitcoin – einer der größten institutionellen Bestände weltweit. Das Unternehmen hat durchschnittlich etwa 60.000 USD pro Bitcoin bezahlt. Bei aktuellem Kurs (ca. 68.000 USD) liegt der Bestand bei rund 13 Milliarden USD Wert.
Was ist Equitization bei Strategy?
Equitization bedeutet Umwandlung von Schulden in Eigenkapital. Gläubiger (Anleihekäufer) würden statt Geld Strategy-Aktien erhalten. Das reduziert Schuldendruck, verwässert aber bestehende Aktionäre. Für Strategy ist es ein Notfall-Plan, um bei Bitcoin-Crash nicht Bitcoin verkaufen zu müssen.
Quelle: CoinDesk, 16. Februar 2026





