Bitcoin ist auf 68.000 USD abgestürzt – der tiefste Stand seit fünf Wochen. Makroökonomische Unsicherheit treibt Trader in den Risk-Off-Modus, während wichtige Fed-Daten bevorstehen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Bitcoin fällt auf 68.000 USD – Verlust von 28% seit Allzeithoch bei 94.500 USD
- Trader reduzieren Exposure vor Fed-Protokoll (20. Februar) und PCE-Inflationsdaten (28. Februar)
- Gesamter Krypto-Markt verliert 186 Milliarden USD Marktkapitalisierung in 72 Stunden
Bitcoin-Crash: Markt im freien Fall
Der Bitcoin-Kurs durchbrach am Montag die kritische 70.000-USD-Marke. Um 06:30 UTC notierte die Kryptowährung bei 68.200 USD – ein Minus von 11,4% innerhalb von 72 Stunden.
Das Handelsvolumen explodierte zeitgleich auf 52 Milliarden USD. Das ist ein Anstieg von 87% gegenüber dem 7-Tage-Durchschnitt und deutet auf Panikverkäufe hin.
Technische Lage verschärft sich dramatisch
Der 200-Tage-Durchschnitt bei 71.400 USD wurde nach unten durchbrochen. Dieser gleitende Durchschnitt gilt als wichtigste langfristige Unterstützung – der Bruch sendet ein bearishes Signal.
Der RSI (Relative Strength Index) fiel auf 28 Punkte und befindet sich damit im überverkauften Bereich. Historisch führten solche Werte oft zu technischen Gegenbewegungen, allerdings erst nach weiteren 1-3 Handelstagen.
Achtung: Die nächste relevante Unterstützungszone liegt bei 64.000 USD. Ein weiterer Bruch könnte zu einer Beschleunigung Richtung 58.000 USD führen – dem Tief vom Dezember 2025.
Altcoins bluten stärker
Ethereum verlor 14,2% und notiert bei 2.840 USD. Solana brach um 18,7% auf 112 USD ein, Cardano büßte 16,4% ein.
Von den Top-100-Kryptowährungen notieren 97 im Minus. Die durchschnittlichen Verluste liegen bei 13,8% – deutlich höher als bei Bitcoin.
"Die Kapitulation ist real. Retail-Anleger verkaufen auf Sicht, institutionelle Investoren reduzieren ihre Long-Positionen massiv." – CryptoQuant On-Chain-Analyse
Makro-Katalysatoren: Fed Minutes und PCE im Fokus
Der Ausverkauf kommt nicht überraschend. Trader positionieren sich vor einer Woche kritischer Makro-Events, die die Zins-Erwartungen beeinflussen könnten.
Am 20. Februar publiziert die US-Notenbank das Protokoll ihrer letzten FOMC-Sitzung. Märkte erwarten Hinweise zur Zins-Perspektive 2026.
PCE-Daten entscheiden über nächste Fed-Schritte
Der wichtigste Termin: Am 28. Februar folgen die PCE-Inflationsdaten (Personal Consumption Expenditures). Diese Kennzahl ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed.
Aktuell erwarten Analysten eine Jahresrate von 2,6% – über dem Fed-Ziel von 2%. Sollten die Daten höher ausfallen, sinken die Chancen auf Zinssenkungen deutlich.
Historischer Kontext: In den letzten vier Fällen, in denen Bitcoin vor wichtigen Fed-Terminen unter den 200-Tage-Durchschnitt fiel, folgte eine durchschnittliche Korrektur von weiteren 8% über 5-7 Handelstage, bevor eine Stabilisierung eintrat.
Dollar-Stärke belastet zusätzlich
Der US-Dollar-Index (DXY) stieg auf 106,8 Punkte – ein Plus von 2,1% seit Freitag. Ein starker Dollar macht Bitcoin für internationale Käufer teurer und reduziert die Attraktivität als alternatives Asset.
Zeitgleich stiegen die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 4,68%. Höhere Renditen bedeuten attraktivere risikofreie Anlagen – ein direkter Konkurrent für Krypto-Investments.
Crashs bieten langfristigen Anlegern oft günstige Einstiegskurse. Vergleiche jetzt die besten Krypto-Börsen für günstigen Nachkauf. Bitvavo bietet 0% Gebühren auf die erste Order.
Zum Börsen-Vergleich 2026Was Anleger jetzt beachten müssen
Die aktuelle Situation erfordert Ruhe und einen klaren Plan. Panikverkäufe am Tiefpunkt sind historisch die schlechteste Strategie.
Langfristige Anleger sollten ihre Strategie überprüfen: Ist das Portfolio zu krypto-lastig? Ist Kapital für Nachkäufe verfügbar? Passen die Risiko-Parameter noch?
Konkrete Handlungsoptionen
Wer Bitcoin kaufen möchte, sollte gestaffelt einsteigen. Die 64.000-USD-Zone bietet eine starke Unterstützung – dort könnte ein erstes Investment sinnvoll sein.
Stop-Loss-Orders schützen vor weiteren Verlusten. Wer bei 72.000 USD gekauft hat, sollte spätestens bei 63.000 USD einen automatischen Verkauf setzen, um das Risiko zu begrenzen.
Diversifikation bleibt der Schlüssel: Keine Einzelposition sollte mehr als 5-10% des Portfolios ausmachen. Krypto ist hochvolatil – auch in vermeintlichen Bullenmärkten.
Risiko-Hinweis: Die kommenden 10 Handelstage könnten weitere massive Schwankungen bringen. Fed-Protokoll (20. Feb), PCE-Daten (28. Feb) und Monatsende-Rebalancing institutioneller Portfolios schaffen Volatilität. Nur Kapital investieren, dessen Verlust du verkraften kannst.
Mittel- bis langfristige Perspektive
Trotz aktuellem Crash: Die fundamentalen Bitcoin-Faktoren bleiben intakt. Die Hashrate liegt nahe Allzeithoch bei 842 EH/s, die Netzwerk-Sicherheit ist maximal.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Februar bisher Nettozuflüsse von 1,2 Milliarden USD. Institutionelle Käufer nutzen Schwächephasen historisch zum Aufbau von Positionen.
Die Bitcoin-Prognose für 2026 bleibt trotz Korrektur konstruktiv. Rücksetzer von 20-30% sind in Bitcoin-Zyklen normal und gesund.
Was Trader jetzt beachten sollten
Short-Positionen sind extrem überfüllt: Die Funding-Rates auf Derivate-Börsen sind stark negativ bei -0,08%. Das deutet auf überproportional viele Wetten gegen Bitcoin hin.
Solche extremen Positionierungen führen historisch oft zu Short-Squeezes. Wenn Bitcoin unerwartet steigt, müssen Shorts eingedeckt werden – was den Kurs weiter nach oben treibt.
Vorsicht vor Leverage: Bei aktueller Volatilität werden gehebelte Positionen schnell liquidiert. Lieber ohne Hebel handeln und Kapital schützen.
Historische Einordnung: Von 12 vergleichbaren Situationen (Crash vor wichtigen Makro-Events + überverkaufter RSI + negative Funding-Rates) führten 9 innerhalb von 14 Tagen zu Erholungen von durchschnittlich 18%. Garantien gibt es keine – aber die Wahrscheinlichkeit spricht für eine technische Gegenbewegung.
Häufige Fragen zum Bitcoin-Crash
Warum fällt Bitcoin auf 68.000 USD?
Bitcoin fällt aufgrund makroökonomischer Unsicherheit. Trader positionieren sich vor dem Fed-Protokoll (20. Februar) und den PCE-Inflationsdaten (28. Februar) defensiv. Ein stärkerer Dollar und steigende Anleiherenditen belasten zusätzlich. Der Bruch des 200-Tage-Durchschnitts verschärfte die technische Lage.
Wie tief kann Bitcoin noch fallen?
Die nächste relevante Unterstützung liegt bei 64.000 USD. Wird diese gebrochen, könnte Bitcoin auf 58.000 USD fallen – das Dezember-2025-Tief. Der überverkaufte RSI (28 Punkte) deutet allerdings auf bevorstehende technische Gegenbewegungen hin. Garantien gibt es keine.
Sollte ich jetzt Bitcoin kaufen?
Crashs bieten langfristigen Anlegern oft günstige Einstiegskurse. Wer kaufen möchte, sollte gestaffelt einsteigen und nicht alles Kapital auf einmal investieren. Die 64.000-USD-Zone könnte eine gute erste Einstiegsmarke sein. Wichtig: Nur Kapital investieren, dessen Verlust du verkraften kannst. Die Volatilität bleibt hoch.
Wann kommen die wichtigen Makro-Daten?
Am 20. Februar publiziert die Fed ihr FOMC-Sitzungsprotokoll. Am 28. Februar folgen die PCE-Inflationsdaten – das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Beide Events könnten zu massiven Kursbewegungen führen. Analysten erwarten eine PCE-Jahresrate von 2,6% – über dem Fed-Ziel von 2%.
Quelle Marktdaten: CoinDesk, 16. Februar 2026, 07:00 UTC





