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Krypto Lending: Zinsen auf Bitcoin & Co. verdienen

Was ist Krypto Lending?

Krypto Lending ermöglicht es dir, deine Kryptowährungen zu verleihen und dafür Zinsen zu kassieren — ähnlich wie ein Festgeld-Konto bei der Bank, nur mit deutlich höheren Renditen.

Das Prinzip ist einfach: Du stellst deine Coins einer Plattform oder einem Protokoll zur Verfügung. Diese verleihen dein Kapital an Kreditnehmer, die dafür Zinsen zahlen. Einen Teil dieser Zinsen erhältst du als Vergütung.

Die Zinssätze variieren je nach Coin und Plattform. Für Bitcoin und Ethereum liegen sie typischerweise bei 2–5 % APY, für Stablecoins wie USDC oder DAI oft bei 5–12 %. Die höheren Stablecoin-Zinsen erklären sich durch die starke Nachfrage nach Leihkapital in dieser Assetklasse.

Lending ist eine der ältesten Formen des passiven Einkommens im Krypto-Bereich und wird sowohl von institutionellen als auch von privaten Anlegern genutzt.

CeFi vs. DeFi Lending

Beim Krypto-Lending unterscheidet man grundlegend zwischen zentralisierten (CeFi) und dezentralisierten (DeFi) Ansätzen:

CeFi Lending (Centralized Finance)

  • Eine zentrale Plattform verwaltet deine Coins und vergibt Kredite.
  • Vorteile: Einfache Bedienung, oft feste Zinssätze, Kundensupport.
  • Nachteile: Du gibst die Kontrolle über deine Coins ab. Plattform-Insolvenz ist ein reales Risiko (siehe Celsius, BlockFi).
  • Beispiele: Nexo, YouHodler.

DeFi Lending (Decentralized Finance)

  • Smart Contracts auf der Blockchain verwalten das Lending vollautomatisch.
  • Vorteile: Keine zentrale Instanz, transparent, du behältst die Kontrolle.
  • Nachteile: Smart-Contract-Risiko, variable Zinssätze, höhere Komplexität.
  • Beispiele: Aave, Compound, Spark (MakerDAO).

Empfehlung 2026: Nach den CeFi-Insolvenzen von 2022/2023 hat DeFi-Lending an Vertrauen gewonnen. Protokolle wie Aave haben Milliarden an TVL und jahrelange Sicherheitshistorie. Für Einsteiger bleibt CeFi einfacher — wähle aber nur regulierte Anbieter.

Risiken beim Krypto Lending

Krypto-Lending ist nicht ohne Risiken — und einige davon haben Anleger bereits Milliarden gekostet:

Plattform-Risiko (CeFi)

Die Insolvenzen von Celsius, BlockFi und Voyager 2022 haben gezeigt: Zentrale Lending-Plattformen können scheitern. Deine eingezahlten Coins sind dann im schlimmsten Fall verloren. Achte auf regulierte Anbieter mit transparenter Bilanz.

Smart-Contract-Risiko (DeFi)

DeFi-Protokolle basieren auf Code. Bugs oder Exploits können zum Verlust aller Einlagen führen. Nutze ausschließlich auditierte Protokolle mit nachgewiesener Track-Record. Aave und Compound gelten als die sichersten DeFi-Lending-Protokolle.

Liquidationsrisiko

Wenn du selbst Krypto als Sicherheit hinterlegst und einen Kredit aufnimmst, droht bei Kursverfall die Liquidation deiner Sicherheiten. Halte die Beleihungsquote (LTV) konservativ.

Marktrisiko

Zinssätze können sich schnell ändern, insbesondere bei DeFi-Protokollen. In Bärenmärkten sinkt die Kreditnachfrage und damit deine Rendite. Für Sicherheitsaspekte empfehlen wir außerdem unseren Guide zu Hardware-Wallets.

Steuerliche Behandlung von Krypto-Lending in Deutschland

Die Besteuerung von Krypto-Lending ist in Deutschland klar geregelt:

Lending-Zinsen als sonstige Einkünfte

Zinsen aus Krypto-Lending gelten als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Sie werden zum Marktwert bei Zufluss besteuert — mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz (14–45 %).

Freigrenze: 256 Euro pro Jahr

Für sonstige Einkünfte gilt eine Freigrenze von 256 Euro. Liegen deine gesamten Lending-Zinsen, Staking-Rewards und anderen sonstigen Krypto-Einkünfte darunter, bleiben sie steuerfrei.

Keine Verlängerung der Haltefrist

Seit dem BMF-Schreiben 2022 ist klar: Lending verlängert die 1-Jahres-Haltefrist nicht. Deine verliehenen Coins behalten ihre ursprüngliche Haltefrist.

Tipp: Nutze ein Steuertool wie CoinTracking, um alle Lending-Zinsen automatisch zu erfassen. Ausführliche Informationen findest du unter Krypto Steuern.

Anbieter-Übersicht: Wo Krypto Lending möglich ist

Diese Plattformen bieten Krypto-Lending an — sortiert nach CeFi und DeFi:

CeFi-Anbieter

  • Nexo: Regulierter Anbieter mit bis zu 12 % APY auf Stablecoins. Versicherte Einlagen. In der EU verfügbar.
  • YouHodler: Schweizer Anbieter mit Fokus auf Krypto-Kredite und Spar-Produkte. Bis zu 10 % auf Stablecoins.

DeFi-Protokolle

  • Aave: Das größte DeFi-Lending-Protokoll (>10 Mrd. $ TVL). Verfügbar auf Ethereum, Arbitrum, Polygon und weiteren Chains. Variable Zinsen.
  • Compound: Eines der ältesten DeFi-Protokolle. Einfach zu nutzen, transparente Zinssätze.
  • Spark (MakerDAO): Lending auf Basis des DAI-Stablecoins. Besonders für DAI-Halter attraktiv.

Wichtig: Verteile dein Kapital über mehrere Plattformen und Protokolle. Setze nie alles auf einen einzigen Anbieter — das haben die CeFi-Insolvenzen 2022 schmerzhaft gelehrt.

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Häufige Fragen

Wie sicher ist Krypto Lending?
Die Sicherheit hängt stark vom Anbieter ab. DeFi-Protokolle wie Aave und Compound haben jahrelange Track-Records. Bei CeFi-Anbietern besteht Plattform-Risiko — die Insolvenzen von Celsius und BlockFi haben gezeigt, dass Totalverluste möglich sind.
Wie hoch sind die Zinsen beim Krypto Lending?
Bitcoin und Ethereum bringen typischerweise 2–5 % APY. Stablecoins oft 5–12 %. Die Zinsen variieren je nach Plattform und Marktbedingungen. In Bärenmärkten sinken die Zinsen tendenziell.
Muss ich Lending-Zinsen versteuern?
Ja. Lending-Zinsen gelten in Deutschland als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Es gibt eine Freigrenze von 256 Euro pro Jahr für alle sonstigen Krypto-Einkünfte.
Was ist der Unterschied zwischen Lending und Staking?
Beim Lending verleihst du deine Coins an Kreditnehmer und erhältst Zinsen. Beim Staking sperrst du Coins in einem Blockchain-Netzwerk und sicherst es ab. Staking ist in der Regel weniger riskant, da kein Kreditausfallrisiko besteht.