Zum Inhalt springen

News · Nachrichten

Revolut-Störung: Google meldet Stromereignis in London

Google nennt Revolut auf seiner Statusseite nicht; den Zusammenhang zieht das Handelsblatt. Die Angabe ist vorläufig, eine Analyse hat Google ohne Termin angekündigt.

Phil4 Min. LesezeitAktualisiert 21.10.2026

Ein Serverschrank in einem dunklen Rechenzentrum, in dem eine Reihe Server ausgefallen ist und ein gezogenes Stromkabel lose daneben liegt, als Sinnbild für das Stromereignis bei Google in London.
Illustration: CryptoTuts, KI-generiert mit OpenAI GPT Image

Bei Revolut liefen am 20. Oktober 2026 Login, Kartenzahlungen und Überweisungen nur eingeschränkt. Auf der Statusseite der Bank zählte heise 31 teilweise nicht verfügbare Funktionen (Stand: 20. Oktober, 10 Uhr), BleepingComputer 28 Dienste. Das Handelsblatt führt die Ausfälle auf Probleme bei Google zurück, das am selben Tag ein Stromereignis in London meldete.

Die Statusseite ist die Seite, auf der Revolut selbst anzeigt, welche Funktionen gerade laufen. Die Berichte geben den Status der gestörten Funktionen dort als „teilweise nicht verfügbar“ wieder.

Revolut hat weltweit mehr als 80 Millionen Kunden, davon gut drei Millionen in Deutschland, schreibt das Handelsblatt. BleepingComputer nennt ebenfalls mehr als 80 Millionen. Das ist der gesamte Kundenstamm, nicht die Zahl der Betroffenen.

Login, Karte, Überweisung: Auch Geschäftskunden waren betroffen

Gestört waren nach den Aufzählungen von heise und BleepingComputer unter anderem diese Funktionen:

Zahlenkarte zur Revolut-Störung am 20. Oktober 2026: 31 Funktionen laut heise, 28 Dienste laut BleepingComputer, Erholung der meisten Google-Workloads ab 05:10 Uhr PDT, mehr als 80 Millionen Revolut-Kunden weltweit insgesamt.
Laut heise und BleepingComputer nannte die Revolut-Statusseite am 20. Oktober 2026 31 beziehungsweise 28 teilweise nicht verfügbare Funktionen, Stand der Quellen: 21. Oktober 2026.
  • Privatkunden: Login, Registrierung und Live-Chat
  • Privatkunden: Kartenzahlungen, Aufladen per Bankkarte und Auszahlungen am Geldautomaten
  • Privatkunden: Überweisungen, dazu Währungsumtausch und Aktienhandel (die beiden letzten nennt BleepingComputer)
  • Revolut Business (nach heise): Login in die Web-Apps, Business-API und Zahlungen über die Händler-API
  • Revolut Business (nach heise): Händlerzahlungen, „Premium“ und die Sandbox-Umgebung

BleepingComputer berichtet von Tausenden Nutzern, die auf dem Portal Downdetector Probleme mit App, mobilem Banking und Überweisungen meldeten.

Revolut bestätigte am 20. Oktober auf LinkedIn eine Betriebsstörung, die mehrere Dienste betreffe. Seit das Problem am Morgen festgestellt worden sei, arbeite man an der Behebung. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen.

Wie es bei anderen Anbietern lief, als der Handel zeitweise stand, liest du in den Fällen Krypto-Handel bei Charles Schwab Deutschland und pausierter Handel bei Bitcoin.de.

Google meldet ein Stromereignis in einem Londoner Rechenzentrum

Bei Google Cloud mieten Firmen Rechenzentren und Server, um darauf ihre Dienste zu betreiben. Am 20. Oktober 2026 meldete Google auf der Statusseite von Google Cloud einen Ausfall in der Zone europe-west2-b. Das ist ein einzelner Rechenzentrumsbereich der Region London. Als Ursache nannte Google vorläufig ein Stromereignis.

In der übrigen Region konnte es zu erhöhten Fehlerraten und Netzwerkproblemen kommen. Betroffenen Kunden riet Google, ihre Workloads wenn möglich in eine andere Zone oder Region zu verlagern. Workloads sind die Anwendungen, die Firmen bei Google laufen lassen.

Googles Vorfall erstreckte sich am 20. Oktober von 06:08 bis 14:00 Uhr UTC. Diese Spanne gilt für den Ausfall bei Google in London, nicht für die Revolut-Störung.

Ab 12:10 Uhr UTC erholten sich die Dienste für die meisten Workloads der Region. Im Update von 14:03 Uhr UTC galt das Problem für die meisten Kunden als behoben. Nach Googles Einschätzung betraf es da noch sehr wenige Kunden.

Die Verbindung zu Revolut zieht das Handelsblatt: Die Ausfälle bei Revolut und weiteren, nicht benannten britischen Instituten gingen auf Probleme bei Google zurück.

Die ING-Störung hat laut ING eine andere Ursache

Am selben Tag hatten auch ING-Kunden Probleme. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf die Bank von Störungen beim Log-in ins Internetbanking und in die App, vom frühen Morgen bis zum Mittag. Telefonisch war die ING eingeschränkt erreichbar. Zum Stand des Berichts um 15:14 Uhr standen wieder alle Angebote zur Verfügung.

Ein ING-Sprecher wird dort mit den Worten zitiert, es lägen „keine Hinweise auf eine externe Ursache oder einen Zusammenhang mit externen Diensten“ vor. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Störung laut dem Blatt auf interne Probleme zurück und nicht auf einen Hackerangriff.

Google kündigt eine Vorfallanalyse an, vorerst ohne Termin

Google will nach Abschluss der internen Untersuchung eine Analyse des Vorfalls veröffentlichen, nennt dafür aber keinen Termin. BleepingComputer erhielt auf seine Anfrage zur Ursache von Revolut zunächst keine Antwort. Bis dahin bleibt Googles Angabe zum Stromereignis vorläufig, die Verbindung zu Revolut zieht das Handelsblatt, und wann bei Revolut wieder alle Funktionen liefen, ist offen.

* Werbehinweis: Dieser Artikel enthält eine Partnerbox. Wenn du darüber ein Angebot nutzt, erhält CryptoTuts möglicherweise eine Provision. Die Aussagen im Artikel ändert das nicht. Mehr erfahren

Quellen

  1. heise online: Revolut: Banking und Support nicht erreichbar · heise online
  2. Handelsblatt: Massive Störungen im Online-Banking von ING und Revolut · Handelsblatt
  3. Google Cloud Service Health: Vorfall in europe-west2 · Google Cloud
  4. Revolut: LinkedIn-Beitrag zur Störung · Revolut
  5. BleepingComputer: Revolut outage disrupts online banking operations worldwide · BleepingComputer

Autor dieses Beitrags

Phil, Gründer & Chefredakteur bei CryptoTuts

Phil

Gründer & Chefredakteur · Krypto seit 2017

Verifiziert

Phil ist Gründer von CryptoTuts und beschäftigt sich seit 2017 mit Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Er ordnet komplexe Themen verständlich, datenbasiert und ohne leere Versprechen ein.

  • XRP und XRPL
  • Bitcoin
  • Krypto-Steuern
  • Börsen-Vergleiche
  • On-Chain-Analyse

Weiterlesen