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Analyse · Analyse

STRK Kurs: 84 Prozent im Wochenplus, Starknet erwägt Layer-1

Laut CoinGecko, Stand 12. Oktober 2026, 05:57 UTC. Ob der Post vom 8. Oktober dahintersteckt, zeigen die Daten nicht; für Halter ist nichts entschieden.

Phil6 Min. LesezeitAktualisiert 12.10.2026

Silberne STRK-Münze an einer Weggabelung: ein Pfad führt zu einer Plattform mit Ether-Münze, der andere zu einer eigenen, neuen Plattform. Dunkler Grund, cyanfarbenes Licht, keine Schrift.
Illustration: CryptoTuts, KI-generiert mit OpenAI GPT Image

Starknet, heute ein Rollup auf Ethereum, erwägt aktiv eine eigene Layer-1: Das schrieb der Account @Starknet am 8. Oktober 2026 auf X und nannte 2027 als Ziel für Quantenresistenz. Bei CoinGecko lag STRK rund 84 Prozent über dem Kurs von sieben Tagen zuvor (Stand: 12. Oktober 2026, 05:57 UTC). Für dich als Halter ist damit nichts entschieden: Ein Zieljahr in einem Post ist ein Anspruch, ein Beschluss braucht die Abstimmung der Governance.

Das Wichtigste in Kürze

  • Starknet erwägt seit dem 8. Oktober 2026 eine eigene Layer-1 und nennt 2027 als Ziel für Quantenresistenz.
  • Für Halter ist nichts beschlossen, und der laufende Quantenplan vom Juni verlangt von Nutzern keinen Pflichtschritt.
  • Als Nächstes zählen der Vesting-Termin am 15. Oktober laut CryptoSlate und eine mögliche SNIP mit STRK-Abstimmung; ein reguläres Upgrade dauert mindestens rund fünf Wochen.

Starknet erwägt eine Layer-1, beschließen müsste sie die Governance

Der Post erschien um 08:32 UTC auf dem X-Account @Starknet, der nach Handle und Zeitpunkt dem Projekt zuzuordnen ist. Eine eigene Layer-1 würde es Starknet demnach ermöglichen, das erste vollständig quantenresistente Netzwerk zu werden. Quantenresistent heißt: Die Signaturen hielten auch einem künftigen Quantencomputer stand. Über jede Protokolländerung entscheidet aber die Governance, also die Abstimmung über Änderungen am Netzwerk; die StarkWare-Roadmap vom 30. Juni 2026 nennt ihre eigenen Zeitpläne und Ergebnisse ausdrücklich unverbindlich.

Screenshot der Blogbeitrag von StarkWare mit gelb markierter Passage: „All protocol-level changes to the Starknet network are subject to approval through Starknet’s governance process. No timeline or outcome described herein is …“
Screenshot: StarkWare, Blogbeitrag. Gelb markiert ist die Stelle, auf die sich der Artikel stützt. Zur Quelle

Ihre letzte Phase plant diese Roadmap entlang Ethereums Migration, eine eigene Layer-1 kommt darin nicht vor. Bis zum 11. Oktober hatte Starknet laut TokenPost zudem weder Abstimmung noch Validatormodell, Migrationsplan oder Starttermin angekündigt.

Die anfälligen Stellen hängen an Ethereum, dort wartet auch der Juni-Plan

Heute ist Starknet ein ZK-Rollup: Es bündelt Transaktionen und belegt sie gegenüber Ethereum mit einem mathematischen Beweis, so führt es L2BEAT mit Stand 12. Oktober 2026. Die Daten legt Starknet als Blobs auf Ethereum ab. Über diese Datenpakete kann jeder nachprüfen, was im Netzwerk passiert ist; Fachleute sprechen von Datenverfügbarkeit.

Für die Quantenfrage zählt, worauf jeder Baustein beruht: Den Beweis stützt StarkWare auf Hashfunktionen, Bridge und Datenablage beruhen auf elliptischen Kurven. Hashfunktionen verdichten Daten zu einem nicht umkehrbaren Fingerabdruck, L2BEAT beschreibt STARK-Beweise allgemein als hashbasiert. Elliptische Kurven sind das heute übliche Signaturverfahren, das ein starker Quantencomputer angreifen könnte. Konten sind ein eigener Baustein.

Die Roadmap nennt beide Stellen: Beim Nachrichtensystem der Bridge, über die Guthaben zwischen Ethereum und Starknet wandern, schafft erst Ethereums eigene Umstellung Abhilfe. Gleiches gilt für die Blobs, dort steckt die Kurve im KZG-Verfahren, einer Art kryptografischem Siegel für die Datenpakete. Ein gebrochenes Siegel träfe die Nachprüfbarkeit der Daten, die Korrektheit der Zustandsänderungen schützt weiter der STARK-Beweis.

Wie stark Starknet noch an seinen Betreibern hängt, zeigt die L2BEAT-Einstufung Stage 1, eine Reifestufe mit eingeschränkten Stützrädern: Wollten Betreiber böswillig handeln, kämen Nutzer nur mit dem Security Council sicher heraus, einem Gremium, das Upgrades prüft. Die Stufen sind laut L2BEAT kein Sicherheitsurteil.

Einen eigenen Weg zur Quantenresistenz hatte StarkWare schon im Juni vorgelegt. Die Roadmap teilt ihn in drei Phasen: Die ersten beiden liegen in Starknets Hand und tragen Zeitschätzungen, die dritte folgt Ethereums Migration.

Im Starknet-Blog vom 7. August 2026 hieß es, Phase 1 sei im Gange; die Roadmap hatte dafür rund zwei Monate ab Start geschätzt, eine Abschlussmeldung steht noch aus. Rund zwei Wochen vor dem Blogeintrag lief zudem eine Überweisung im Hauptnetz über ein quantenresistentes Konto. Das Konto ist experimentell, unauditiert und für die Forschung gebaut.

Screenshot der Blogbeitrag von Starknet mit gelb markierter Passage: „This phase is already underway.“
Screenshot: Starknet, Blogbeitrag vom 7. August 2026. Gelb markiert ist die Stelle, auf die sich der Artikel stützt. Zur Quelle

Für Phase 3 zählt Ethereums Kalender. Laut CryptoSlate hat das Protocol-Cluster der Ethereum Foundation im September den Dezember 2029 als Ziel gesetzt, um Ethereum in Ausführungs-, Konsens- und Datenebene quantenresistent zu machen.

Ben-Sasson sieht die Quantengefahr womöglich näher, NIST verwies 2024 auf ein Jahrzehnt

Die Gründe für die Idee nannte StarkWare-Chef Eli Ben-Sasson. Laut Unchained fragte er am 8. Oktober auf X, ob eine Starknet-Layer-1 für Post-Quanten-Agilität sinnvoll sei, also für die Fähigkeit, schnell auf quantensichere Verfahren umzusteigen. Er verwies auf die Quantenbedrohung, die womöglich viel näher sei als gedacht, und auf die Entwicklung der KI.

Nüchterner klang die US-Standardbehörde NIST. Sie verwies im August 2024 auf einige Experten, nach deren Einschätzung ein Gerät, das heutige Verschlüsselung bricht, innerhalb eines Jahrzehnts erscheinen könnte. Das beschreibt ein Zeitfenster von Jahren statt eines Stichtags.

Die Gegenmittel kamen schrittweise. Im August 2024 hatte NIST die ersten drei Standards für quantensichere Kryptografie fertiggestellt (FIPS 203, 204 und 205), ein vierter auf Basis des Verfahrens Falcon war damals als Entwurf für Ende 2024 geplant. Was neue Bedrohungen für Signaturen auf deinen eigenen Adressen heißen, ordnet Frische Adressen: Musst du wegen KI jetzt umziehen? ein.

Das Wochenplus hängt am Anbieter, das Angebot am Vesting-Kalender

Zur Wochenzahl gehört der Tageswert: Bei CoinGecko stand STRK bei rund 0,107 US-Dollar und rund 1,6 Prozent unter dem Kurs von 24 Stunden zuvor (Stand: 12. Oktober 2026, 05:57 UTC).

Zahlenkarte mit vier Werten: STRK 83,915 Prozent über dem Kurs von sieben Tagen zuvor laut CoinGecko, Zieljahr 2027 laut @Starknet, nächster Vesting-Termin am 15. Oktober 2026 und bis zu 127 Millionen STRK pro Monat laut CryptoSlate.
Die Karte stellt den Wochenwert von CoinGecko, das genannte Zieljahr 2027 und den Vesting-Plan laut CryptoSlate nebeneinander, Stand 12. Oktober 2026.

Laut CryptoSlate zeigte ein CoinGlass-Snapshot STRK bei 0,1190 US-Dollar und 116,7 Prozent im Wochenplus (Stand: 11. Oktober 2026, 20:28 UTC). TokenPost nennt dieselben Werte ohne Quellenangabe.

Liniendiagramm: Kurs von Starknet (STRK) in US-Dollar über 30 Tage, zuletzt +84 % in 7 Tagen
Kursverlauf von Starknet (STRK) in US-Dollar über 30 Tage, gestrichelt die Mitteilung vom 8. Oktober 2026. Daten: CoinGecko, Stand 12.10.2026, 07:59 Uhr.

Anbieter messen verschiedene Fenster

Der CoinGecko-Wert reicht bis 12. Oktober, 05:57 UTC, der CoinGlass-Snapshot bis 11. Oktober, 20:28 UTC. Jede Kurszahl gilt deshalb für ihren Anbieter und ihre Uhrzeit, beide stehen nebeneinander.

Ein fester Termin steht im Kalender. CryptoSlate berichtet, Starknets veröffentlichter Vesting-Plan erlaube bis März 2027 jeden Monat bis zu 127 Millionen STRK für frühe Beitragende und Investoren. Vesting ist die gestaffelte Freigabe gesperrter Token. Als nächsten Termin nennt das Medium nach Daten von Tokenomist den 15. Oktober 2026.

Mit dem CoinGlass-Kurs vom 11. Oktober gerechnet, sind 127 Millionen STRK mal 0,1190 US-Dollar rund 15,1 Millionen US-Dollar. Das ist die Obergrenze einer Monatstranche. Freigeschaltete Token werden handelbar; ob sie verkauft werden, zeigt erst der Markt.

Ernst wird es mit einer SNIP und einer STRK-Abstimmung

Ob aus der Erwägung ein Verfahren wird, erkennst du an einer SNIP, einem formellen Änderungsvorschlag für das Protokoll. Für reguläre große Upgrades beschreibt L2BEAT danach diese Schritte:

  1. zwei Wochen Diskussion
  2. eine Woche Prüfung
  3. eine Woche STRK-Abstimmung
  4. Prüfung durch den Security Council
  5. acht Tage Wartezeit auf der Chain

Zusammen sind das mindestens rund fünf Wochen von der Ankündigung bis zur Umsetzung. Ein Quorum, also eine festgelegte Mindestbeteiligung, ist dafür nicht veröffentlicht.

Den laufenden Quantenplan kannst du laufen lassen: Für die Phasen 1 und 2 sieht die Roadmap keinen Pflichtschritt für Nutzer vor. Ein Migrationswerkzeug brauchen in Phase 2 nur Teams, die quantensicher werden wollen.


Starknet erwägt eine eigene Layer-1 und nennt 2027 als Ziel für Quantenresistenz. Der dokumentierte Plan vom Juni setzt bisher auf Ethereum, und jede Protokolländerung braucht die Zustimmung der Governance. Reguläre Upgrades beginnen mit einer SNIP und brauchen eine STRK-Abstimmung; ob ein Layer-1-Wechsel denselben Weg nähme, legt bisher keine Quelle fest.

Was ein Wechsel für STRK-Halter und Guthaben auf der Bridge bedeuten würde, beschreibt bisher keine Quelle; genau diese Frage müsste ein Migrationsplan beantworten. Bis dahin ist der 15. Oktober mit dem nächsten Vesting-Termin das Datum, an dem sich das Angebot von STRK bewegen kann.

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Quellen

  1. CoinGecko API: Starknet (coins/starknet) · CoinGecko
  2. StarkWare: The Architecture Advantage, Starknet's Quantum Readiness Roadmap (30.06.2026) · StarkWare
  3. Starknet Blog: Starknet's Upgrade to Quantum Resistance (07.08.2026) · Starknet
  4. L2BEAT: Starknet (Projektseite) · L2BEAT
  5. NIST: NIST Releases First 3 Finalized Post-Quantum Encryption Standards (13.08.2024) · NIST
  6. Unchained: Starknet weighs becoming a layer 1 to chase quantum resistance by 2027 (08.10.2026) · Unchained
  7. TokenPost: Starknet Weighs Ethereum Exit for Quantum-Resistant Layer 1 · TokenPost
  8. CryptoSlate: Starknet considers leaving Ethereum for a quantum-resistant Layer 1 · CryptoSlate
  9. X-Post @Starknet vom 08.10.2026 · Starknet (X)

Autor dieses Beitrags

Phil, Gründer & Chefredakteur bei CryptoTuts

Phil

Gründer & Chefredakteur · Krypto seit 2017

Verifiziert

Phil ist Gründer von CryptoTuts und beschäftigt sich seit 2017 mit Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Er ordnet komplexe Themen verständlich, datenbasiert und ohne leere Versprechen ein.

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