01 · Grundlagen
Krypto-Gebühren verstehen: Maker, Taker und Spread
Beim Kauf von Kryptowährungen fallen verschiedene Gebühren an, die sich erheblich auf deine Rendite auswirken können. Die drei wichtigsten Kostenarten sind Einzahlungsgebühren, Handelsgebühren und Auszahlungsgebühren. Unser Rechner berücksichtigt alle drei und zeigt dir die Gesamtkosten pro Börse.
Bei den Handelsgebühren unterscheidet man zwischen Maker-Gebühren und Taker-Gebühren. Maker-Orders (Limit-Orders) fügen dem Orderbuch Liquidität hinzu und sind deshalb günstiger. Taker-Orders (Market-Orders) nehmen Liquidität heraus und kosten mehr. Bei Kraken zahlst du beispielsweise nur 0,16 % als Maker, aber 0,26 % als Taker.
Einige Börsen wie Bison und eToro verzichten auf explizite Handelsgebühren, verdienen aber am Spread — der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Ein Spread von 0,75 % bei 5.000 € Investment bedeutet 37,50 € versteckte Kosten. Deshalb ist ein reiner Gebührenvergleich ohne Spread-Berücksichtigung irreführend.
Einzahlungsgebühr
Fällt bei der Überweisung von EUR auf die Börse an. SEPA ist fast immer kostenlos. Kreditkarte kostet 1,8–3,99 % extra.
Handelsgebühr / Spread
Entweder eine explizite Gebühr (Maker/Taker) oder ein versteckter Spread. Maker-Orders (Limit) sind günstiger als Taker (Market).
Auszahlungsgebühr
Kosten für die Auszahlung von Coins auf ein externes Wallet. Variiert je nach Coin und Netzwerk (Gas Fees).
02 · Zahlungsmethode
SEPA vs. Kreditkarte vs. PayPal
Die Wahl der Zahlungsmethode hat enormen Einfluss auf deine Gesamtkosten. SEPA-Überweisungen sind bei allen großen Börsen kostenlos — das macht sie zur günstigsten Option. Der Nachteil: Die Überweisung dauert 1-2 Werktage.
Kreditkarten bieten sofortige Einzahlung, kosten aber je nach Börse extra: Bei Bitvavo +1,00 %, bei Kraken sogar +3,75 %. Bitpanda berechnet für Karte und Apple Pay keine eigene Gebühr. Bei einem 2.000 € Kauf sind das bis zu 75 € zusätzliche Kosten.
PayPal bieten unter anderem eToro, Coinbase, Bitpanda (+1,49 %) und Bitvavo (+2,00 %) an. Es ist bequem, aber teurer als SEPA, und bei Bitpanda lässt sich per PayPal eingezahltes Geld erst nach 7 Tagen wieder auszahlen. Google Pay gibt es unter anderem bei Bitpanda, Bitvavo und eToro. Für regelmäßige Investments empfehlen wir immer SEPA.
03 · Sparen
So sparst du bei Krypto-Gebühren
Der Unterschied zwischen der günstigsten und teuersten Börse ist enorm: Bei einem 5.000 € Kauf per SEPA zahlst du bei Bitvavo nur 12,50 € Gebühren — bei eToro wären es 55 € (Spread + Auszahlung). Über ein Jahr mit monatlichen Käufen summiert sich das auf über 500 € Unterschied.
Drei konkrete Tipps zur Gebührenoptimierung: 1) Nutze SEPA statt Kreditkarte — spart 2-4 % pro Einzahlung. 2) Platziere Limit-Orders statt Market-Orders — niedrigere Maker-Gebühren. 3) Wähle eine günstige Börse wie Bitvavo (0,25 %) oder Kraken (0,26 %).
Nutze unseren Gewinn-Rechner, um zu sehen, wie sich Gebühren auf deinen tatsächlichen Profit auswirken. Und mit dem Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie viel du mit regelmäßigem Investieren über Jahre sparst.
