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Analyse · Bitcoin

US-Inflation September: 3,7 Prozent, nächster Fed-Schritt offen

Die Verbraucherpreise lagen 3,7 Prozent über dem Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Die Fed hat am 16. September erhöht. Ob sie auf der nächsten Sitzung nachlegt, laut CNBC am 27. und 28. Oktober, ist offen.

Phil5 Min. LesezeitAktualisiert 15.10.2026

Frontansicht des Eccles Building der US-Notenbank Federal Reserve in Washington: Marmorfassade mit Säulenportal, Adler und wehender US-Flagge unter blauem Himmel
Foto: Federalreserve, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Die US-Inflation ist im September 2026 auf 3,7 Prozent gestiegen, nach 3,4 Prozent im August laut CNBC und CoinDesk. Den Septemberwert meldete die Statistikbehörde BLS am 14. Oktober für ihren Verbraucherpreisindex, der die Preise eines festen Warenkorbs für US-Haushalte misst. Die Fed hat schon am 16. September erhöht, ihr Ziel liegt bei 2 Prozent. Ob sie auf der nächsten Sitzung nachlegt, laut CNBC am 27. und 28. Oktober, ist offen; am 15. Oktober setzten Futures laut CoinDesk zu über 70 Prozent auf unveränderte Zinsen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Inflation stieg im September auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im August.
  • Am 15. Oktober preisten die Futures laut CoinDesk über 70 Prozent für unveränderte Zinsen im Oktober ein.
  • Laut Capital Brief ist vor der Sitzung am 27. und 28. Oktober eine Rede von Fed-Chef Kevin Warsh angesetzt; die Daten zum laut CNBC bevorzugten Preisindex der Fed erscheinen später im Oktober.

Kryptomarkt im Minus, die ETF-Flüsse drehen von Zufluss auf Abfluss

Am 15. Oktober lagen Ether, XRP und Solana laut CoinDesk 3,5 bis 4 Prozent im Minus. Aus US-Spot-Bitcoin-ETFs flossen am 14. Oktober netto 150,5 Millionen US-Dollar ab, nach 175,7 Millionen US-Dollar Zufluss am Vortag; die Zahlen nennen CoinDesk und Giottus-Chef Vikram Subburaj.

Die Kursverluste folgten zeitlich auf die Preisdaten; CoinDesk nennt sie ohne Bezugszeitraum. Der ETF-Abfluss betrifft einen einzelnen Handelstag und ist eine Momentaufnahme. Ob daraus ein Trend wird, zeigen erst die Flüsse über mehrere Tage; wie du sie liest, erklärt der Beitrag zu den Bitcoin-ETF-Abflüssen über mehrere Handelstage.

Die Fed hat am 16. September erhöht, bevor diese Daten vorlagen

Am 16. September 2026 hob der Offenmarktausschuss FOMC, das Zinsgremium der Fed, das Zielband um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4 Prozent an. Das Zielband ist die Spanne, in der die Fed den Leitzins für Übernachtkredite zwischen Banken halten will. Die Erklärung der Fed wurde mit 12 zu 0 Stimmen angenommen. Laut CNBC war es die erste Erhöhung seit mehr als drei Jahren.

Die Begründung ist knapp: Die Inflation bleibe erhöht („remains elevated“), das Ziel der Fed liegt bei 2 Prozent. Diese Einschätzung stammt aus dem September und damit aus der Zeit vor den neuen Preisdaten.

Für ihre Entscheidungen schaut die Fed laut CNBC vor allem auf ein anderes Maß: den PCE-Preisindex, den Preisindex der Konsumausgaben des US-Handelsministeriums. Die PCE-Daten für September erscheinen später im Oktober.

Die Wetten auf eine Oktober-Erhöhung kippen hin und her

Wie unsicher die Lage ist, zeigt die Prognoseplattform Polymarket. Dort sprang die Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Erhöhung nach den Preisdaten laut CoinDesk kurz auf knapp 50 Prozent. Danach sank sie auf rund 30 Prozent.

Ein zweites Messgerät ist FedWatch, der Rechner der Börse CME, der aus Terminkontrakten auf den Leitzins abliest, worauf Händler wetten. Zum Zeitpunkt des CoinDesk-Berichts am 15. Oktober 2026 stand eine Oktober-Erhöhung dort bei rund 26 Prozent, für unveränderte Zinsen preisten die Kontrakte über 70 Prozent ein. Wie bei Polymarket sind das Wetten von Händlern, die am 14. und 15. Oktober deutlich schwankten, und keine Ankündigung der Fed.

Das Basisszenario vom 15. Oktober lautet also: Die Fed hält im Oktober still. Laut CoinDesk erwartet auch Anderson, dass die Fed die Zinsen im Oktober unverändert lässt.

CNBC kam am 14. Oktober zu einer ähnlichen Einschätzung und liefert den Widerspruch gleich mit. Die Märkte erwarteten ein Aussetzen im Oktober und eine Erhöhung im Dezember, schreibt CNBC, ohne eine Datengrundlage zu nennen. Im selben Artikel steht für die Zeit kurz nach der Veröffentlichung ein FedWatch-Wert von rund 54 Prozent für einen Oktober-Schritt.

Das Risiko liegt weiter hinten im Jahr. Eine Erhöhung bis Jahresende preisten die Futures laut CNBC kurz nach der Veröffentlichung mit über 96 Prozent ein.

Nicht nur Benzin: Der Preisdruck ist breiter

Die naheliegende Lesart lautet: Das ist ein Benzinschock. Der Gesamtindex stieg im September saisonbereinigt um 0,6 Prozent zum Vormonat. Etwa die Hälfte davon ging auf Benzin zurück, das sich laut CNBC und Capital Brief unter Berufung auf das BLS um 9,1 Prozent verteuerte.

Auch die übrigen Energiewerte sind hoch. Der Energieindex stieg laut CNBC um 5,2 Prozent zum Vormonat. Benzin lag 34,2 Prozent und Heizöl 74,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. CNBC ordnet das in den Krieg zwischen den USA und Iran ein.

Die Gegenposition steckt in denselben Berichten von CNBC und Capital Brief: Der Preisdruck war breit. Wohnen verteuerte sich um 0,4 Prozent, Gebrauchtwagen um 0,7 Prozent zum Vormonat. Die von CNBC als zollempfindlich beschriebene Bekleidung legte um 0,3 Prozent zu. Nahrungsmittel blieben im Monatsvergleich stabil und lagen 2,5 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Auch die Kerninflation legte zu, also die Preise ohne Nahrungsmittel und Energie, die weniger stark schwanken. CNBC und Capital Brief melden für September ein Plus von 0,3 Prozent zum Vormonat. Erwartet waren laut CNBC 0,2 Prozent.

Was dieses Tempo heißt, rechnet Sonu Varghese vor, Chefstratege Makro bei Carson Group. Hielte ein Monatsplus von 0,3 Prozent zwölf Monate lang an, ergäbe das nach seiner Aussage gegenüber CNBC etwa 3,7 Prozent pro Jahr. Die Zahl gleicht der Gesamtrate, misst aber nur das Tempo der Kernpreise in einem einzigen Monat.

Warsh-Rede, PCE-Daten, dann die Sitzung am 27. und 28. Oktober

Am 15. Oktober setzten die Futures mit über 70 Prozent auf ein Stillhalten im Oktober, kurz nach den Daten preisten sie laut CNBC eine Erhöhung bis Jahresende mit über 96 Prozent ein, und ihre letzte Erhöhung begründete die Fed noch vor den Septemberdaten, die Preisdruck über Benzin hinaus zeigen.

Das erste Signal kommt von Fed-Chef Kevin Warsh. Laut Capital Brief ist vor der Oktober-Sitzung eine Rede von ihm bei den IWF-Treffen in Bangkok angesetzt. Achte darauf, wie er die neuen Preisdaten einordnet.

Die PCE-Daten für September erscheinen später im Oktober. Sie zeigen, ob das bevorzugte Maß der Fed in dieselbe Richtung läuft wie der Verbraucherpreisindex.

Die Entscheidung fällt laut CNBC auf der FOMC-Sitzung am 27. und 28. Oktober 2026. Ihr Ergebnis zeigt, ob die Fed nach dem September ein zweites Mal erhöht.

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Quellen

  1. Consumer Price Index – September 2026 (Pressemitteilung vom 14.10.2026) · U.S. Bureau of Labor Statistics
  2. FOMC-Pressemitteilung vom 16.09.2026 · Federal Reserve
  3. Consumer prices rose 3.7% annually in September as gas prices skyrocket · CNBC
  4. Bitcoin is back below $81,000 as Fed rate uncertainty weighs · CoinDesk
  5. US consumer prices rise, putting October Fed rate hike on the table · Capital Brief

Autor dieses Beitrags

Phil, Gründer & Chefredakteur bei CryptoTuts

Phil

Gründer & Chefredakteur · Krypto seit 2017

Verifiziert

Phil ist Gründer von CryptoTuts und beschäftigt sich seit 2017 mit Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Er ordnet komplexe Themen verständlich, datenbasiert und ohne leere Versprechen ein.

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